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Gemeiner Hallimasch

(Armillaria ostoyae)

📖 Lamellenpilze

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Speisewert: bedingt essbarbedingt essbar
Hinweis: Enthält Inhaltsstoffe, die im Rohzustand unverträglich sind. Nur gut durchgegart verzehren!
Inhaltsstoffe:
Magen-Darm-GifteHämolysine
Wachstumszeit / Monate:
Ja
Fe
Ap
Ma
Ju
Ju
Au
Se
Ok
No
De
Wiss. Begriff:
Armillaria ostoyae
Weitere Bezeichnungen:
Dunkler Hallimasch, Gewöhnlicher Hallimasch
Wissenswertes:
Der Gemeine Hallimasch ist ein gefürchteter Forstschädling und gleichzeitig ein beliebter Speisepilz. Er wächst meist büschelig an lebendem oder totem Laubholz. Charakteristisch sind der honiggelbe bis bräunliche Hut mit feinen, dunklen Schuppen (die im Alter abwischbar sind) und der kräftige, häutige Ring am Stiel. Das Myzel des Hallimaschs kann riesige Ausmaße annehmen und im Dunkeln leuchten (Biolumineszenz). In der Forstwirtschaft ist er berüchtigt, da er die Wurzeln von Bäumen befällt und diese durch Weißfäule zum Absterben bringt.


⚠ Wichtiger Hinweis zur Unverträglichkeit

Die massiven Vergiftungen (meist schwere Magen-Darm-Störungen), die trotz korrektem Abkochen auftreten, haben zwei Hauptgründe:

  • Individuelle Empfindlichkeit: Der Hallimasch enthält komplexe Eiweißverbindungen, auf die manche Menschen allergisch oder mit einer massiven Unverträglichkeit reagieren. Es ist kein klassisches Gift für alle, sondern eine stoffwechselspezifische Reaktion.

  • Genetik des Pilzes: Es gibt verschiedene Hallimasch-Arten, die sich optisch extrem ähnlich sehen. Einige davon scheinen höhere Konzentrationen an reizenden Substanzen zu besitzen als andere.





🍳 Kulinarik & Zubereitung

Der Hallimasch ist bedingt essbar (nur nach Vorbehandlung!).

  • Vorbereitung: Der Pilz MUSS mindestens 15–20 Minuten sprudelnd kochen. Das Kochwasser muss unbedingt weggegossen werden.

  • Auswahl: Nur die Köpfe junger Exemplare verwenden. Die Stiele sind zäh und schwer verdaulich.

  • Erstverzehr: Beim ersten Mal nur kleinste Mengen probieren, um die individuelle Verträglichkeit zu testen.


Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
3.0 cm - 10.0 cm breit; fleischfarben, bräunlich, honiggelb; mit dunklen, büschigen, haarigen und abwischbaren Schüppchen bedeckt, oft mit stumpfen Buckel, Rand heller, lange eingebogen, Rand oft gerieft
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Lamellen ausgebuchtet bis gerade angewachsen mit einem Zah herablaufend, weißlich bis hellbräunlich oder fleischfarben, im Alter gefleckt
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 15.0 cm, max. Stielbreite 3.0 cm; zylindrisch, längsfaserig, zäh, alt hohl, weißlich bis bräunlich mit abstehendem Ring
Fleisch:
dünn, fest, im Stiel faserig, weißlich
Geruch:
muffig bis pilzartig
Geschmack:
seifig bis kratzend
Boden:
Holz
Begleitpflanze:
keine Angabe
Vorkommen / Fundorte:
Laubholz Nadelholz an / auf Baumstümpfen

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Speisewert:

Sammler-Berichte

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