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giftig
Wachstumszeit / Monate:
Ja
Fe
Mä
Ap
Ma
Ju
Ju
Au
Se
Ok
No
De
Wiss. Begriff:
Clitocybe clavipes
Weitere Bezeichnungen:
Keulenfußtrichterling, Keulenfusstrichterling, Keulenfuss-Trichterling, Ampulloclitocybe clavipes
Wissenswertes:
Der Keulenfuß-Trichterling ist ein häufiger Begleiter in Nadel- und Mischwäldern. Sein markantestes Merkmal ist der Stiel, der zur Basis hin deutlich keulig oder ampullenförmig anschwillt und eine weiche, schwammige Konsistenz aufweist. Der Hut ist flach ausgebreitet, in der Mitte oft leicht vertieft und hat eine graubraune bis olivbraune Farbe. Die Lamellen sind weißlich bis hellgelb und laufen deutlich am Stiel herab. Auffällig ist auch der süßliche, fast marzipanartige Geruch des Fleisches.
☠Giftigkeit & Alkohol (Coprin-Syndrom)
Der Pilz ist
giftig, insbesondere wenn innerhalb von 24-48 Stunden vor oder nach dem Verzehr Alkohol konsumiert wird.
- Wirkung: Er enthält Acetaldehyd-Dehydrogenase-Hemmer. Dies blockiert den Abbau von Alkohol im Körper, wodurch sich giftiges Acetaldehyd anreichert.
- Symptome: Gesichtsrötung (Flush), Herzrasen, Übelkeit, Schwindel und Atemnot.
- Empfehlung: Aufgrund dieser Unberechenbarkeit und der schweren Verdaulichkeit wird er generell als Giftpilz eingestuft.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Die "Ampulle"
Achten Sie auf die extrem weiche, schwammige Stielbasis, die im Vergleich zum restlichen Pilz überproportional dick wirkt. Drücken Sie den Stiel vorsichtig: Er fühlt sich fast wie Watte an.
Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
4.0 cm - 6.0 cm breit; graubraun, braunoliv; anfangs flach gewölbt, dann flach ausgebreitet, auch schwach niedergedrückt, stumpf gebuckelt, Oberfläche glatt, seidig-faserig, am Rand heller bis weißlich, Rand leicht gerippt
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Lamellen sichelförmig am Stiel herablaufend, teilweise gegabelt, untermischt, elfenbeinweiß bis blassgelb, Schneiden glatt
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 10.0 cm, max. Stielbreite 3.0 cm; voll, schwammig, längsfaserig, weißlich bis blassbräunlich, im unteren Teil auffallend aufgeblasen (bis 3 cm breit), Basis weißfilzig
Fleisch:
weich, schwammig, weißlich, bei Regen vollgesogen
Geruch:
würzig, mandelartig
Sporen:
weiß, elliptisch, glatt, hyalin
Begleitpflanze:
Sauerklee, Heidelbeere, Etagenmoos, Draht-Schmiele
Vorkommen / Fundorte:
Nadelwald Mischwald unter Fichten unter Kiefern
Sammler-Berichte
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