Das Eselsohr gehört zu den auffälligsten Becherlingen in unseren Wäldern. Seine Fruchtkörper sind tüten- oder löffelförmig, einseitig tief geschlitzt und können bis zu 10 cm hoch werden. Die Innenseite ist oft wunderschön gelborange bis rötlich angehaucht, während die Außenseite etwas blasser erscheint. Er bevorzugt kalkhaltige Böden und ist ein klassischer Mykorrhizapilz, der eng mit Laubbäumen zusammenlebt.
🍳 Kulinarik & Verwendung: Essbar
Das Eselsohr gilt als essbar, ist jedoch aufgrund seines eher faden Geschmacks und der zähen Konsistenz kein erstklassiger Speisepilz. Er eignet sich am besten als farblicher Akzent in Mischpilzgerichten, sollte aber aufgrund seiner relativen Seltenheit eher geschont werden.
🍂 Ökologie & Standort:
Er ist ein Mykorrhizapilz, der bevorzugt bei Buchen und Eichen auf kalkreichen oder neutralen Böden wächst. Man findet ihn von Sommer bis Spätherbst, oft versteckt im tiefen Laub am Waldboden.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Rosa-Hauch
Achten Sie auf die Innenseite des "Ohres": Das echte Eselsohr weist fast immer einen dezenten, aber deutlichen rosafarbenen oder lachsfarbenen Schein auf. Andere ähnliche Becherlingsarten (wie der Ledergelbe Öhrling) sind eher rein gelblich oder bräunlich ohne diese Rosatöne.
Sammler-Berichte
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