Der Zitronengelbe Erlenschüppling fällt durch seine lebhaft zitronen- bis schwefelgelbe Färbung auf, die im Alter oder bei Berührung oft rostbraune Flecken bekommt. Er wächst meist büschelig an der Basis von Erlen oder auf deren vergrabenen Holzresten. Sein Hut ist glatt und bei feuchter Witterung etwas schmierig, im Gegensatz zu vielen anderen Schüpplingen trägt er jedoch kaum Schuppen. Ein markantes Merkmal ist sein oft angenehmer, leicht fruchtiger bis süßlicher Geruch, der an Obst oder manchmal schwach an Anis erinnert.
🍳 Kulinarik-Hinweis: Ungenießbar
Dieser Pilz gilt als ungenießbar. Er hat einen bitteren Geschmack und ist aufgrund der Verwechslungsgefahr mit anderen, teils giftigen gelben Pilzen sowie seiner Seltenheit absolut nicht für die Küche geeignet.
🍂 Ökologie & Standort:
Er ist ein spezialisierter Saprobiont oder Schwächeparasit, der fast ausschließlich an Erlen (Alnus) vorkommt. Man findet ihn in Erlenbrüchen, an Bachufern oder in feuchten Laubwäldern, meist zwischen August und Dezember.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Standort & Bitterkeit
Achten Sie auf das Wirtsholz: Wenn ein rein gelber, büscheliger Pilz direkt an einer Erle wächst, ist dies ein starkes Indiz. Im Gegensatz zum Goldfell-Schüppling ist sein Hut fast schuppenlos. Zudem schmeckt das Fleisch meist deutlich bitter, was ihn vom Rauchblättrigen Schwefelkopf unterscheidet.
Sammler-Berichte
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