Der Graugrüne Birkenpilz ist eine botanische Besonderheit und wird meist als äußerst seltene Varietät des Gemeinen Birkenpilzes (Leccinum scabrum) angesehen. Da er sich äußerlich kaum von der Stammform unterscheidet, wird er in Kartierungen oft nicht separat erfasst, sondern als klassischer Birkenpilz geführt. Erst der Blick auf die Stielbasis verrät seine Identität. Aufgrund der sehr geringen Fundmeldungen ist die Datenlage für eine eigenständige Einstufung in die Rote Liste oft unzureichend.
🍳 Vorbereitung & Verwendung: Essbar (Schonung empfohlen)
Kulinarisch ist er dem Gemeinen Birkenpilz gleichgestellt und ein guter Speisepilz. Da die Varietät jedoch extrem selten ist, sollte sie im Sinne der Biodiversität am Standort verbleiben. Wie alle Raufußröhrlinge verfärbt sich das Fleisch beim Erhitzen dunkel.
🍂 Ökologie & Standort:
Er wächst als Mykorrhizapartner streng bei Birken. Er scheint feuchte, saure Böden (z. B. Moorränder) zu bevorzugen, wo er oft zwischen Torfmoosen zu finden ist.
🔬 Wissenswertes zur Bestimmung & Rote Liste
Das Fleisch der Stielbasis zeigt bei dieser Varietät eine türkis- bis meergrüne Verfärbung. Da er häufig nicht vom normalen Birkenpilz unterschieden wird, gilt die Datenlage als mangelhaft (D). Während die Stammart als ungefährdet gilt, ist diese Varietät in der Realität extrem selten anzutreffen.
Sammler-Berichte
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