Der Rehbraune Dachpilz ist ein extrem häufiger Holzzersetzer, der an morschen Baumstümpfen oder vergrabenem Totholz von Laubbäumen (selten Nadelholz) wächst. Er ist ein typischer "Freiblättler", was bedeutet, dass seine Lamellen den Stiel nicht berühren. Ein markantes Merkmal ist sein Geruch, der beim Zerreiben der Lamellen deutlich an frischen Rettich erinnert. Der Hut ist rehbraun, oft radialfaserig und bei Feuchtigkeit leicht schmierig. Da er auch in Trockenperioden erscheint, wenn andere Pilze ausbleiben, ist er ein ständiger Begleiter auf Waldspaziergängen.
💡 Bestimmungs-Tipp: Das "Dachpilz-Prinzip"
Achten Sie auf die Kombination aus drei Merkmalen: 1. Wuchs auf Holz, 2. Freistehende Lamellen (Lücke zwischen Lamellen und Stielansatz) und 3. Das Sporenpulver, das sich im Alter rosa färbt und die anfangs weißen Lamellen fleischrosa erscheinen lässt. Im Gegensatz zum Breitblättrigen Rübling fehlen ihm die weißen Myzelstränge an der Basis.
🍳 Kulinarik-Hinweis: Ein mäßiger Speisepilz
Die kulinarische Fachwelt ist sich weitgehend einig: Der Rehbraune Dachpilz ist essbar, aber kein Gourmetpilz. Geschmack: Er besitzt ein muffiges, rettichartiges Aroma, das beim Kochen oft dominant bleibt. Zudem ist sein Fleisch recht weich und wässrig. Er wird meist nur als "Füllpilz" für Mischgerichte verwendet, wenn nichts Besseres zu finden ist. In größeren Mengen kann er das Gericht durch eine bittere Komponente und die weiche Textur eher abwerten.
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