Der Ziegelrote Schwefelkopf ist der größte und kräftigste Vertreter der Schwefelköpfe. Er wächst meist in großen, beeindruckenden Büscheln an totem Laubholz. Sein Name leitet sich von der charakteristischen Färbung der Hutmitte ab, die an einen gebrannten Ziegelstein erinnert, während der Rand meist heller, fast gelblich bis weißlich gefärbt ist. Im Gegensatz zum Grünblättrigen Schwefelkopf hat er niemals grüne Töne in den Lamellen.
🍳 Kulinarik-Hinweis: Schwach giftig / Ungenießbar
Obwohl er in Ostasien und den USA teilweise verzehrt wird, gilt er in Europa als schwach giftig. Er enthält Fasciculole, die Magen-Darm-Beschwerden auslösen können. Zudem ist er meist deutlich bitter, was ihn für die Küche unbrauchbar macht. Vom Verzehr wird dringend abgeraten.
🍂 Ökologie & Standort:
Er lebt als Saprobiont an morschen Stümpfen und vergrabenem Laubholz, insbesondere von Eiche und Buche. Er ist ein typischer Herbstpilz und kann bei milder Witterung bis in den Winter hinein gefunden werden.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Hutrand & Lamellen
Achten Sie auf den hellen Hutrand, der oft mit weißen Velumresten (Flöckchen) behangen ist. Die Lamellen sind jung weißlich-gelb und werden im Alter rauchgrau bis violettbraun – sie zeigen aber niemals den Schwefelgelb-Grünstich des giftigen Grünblättrigen Schwefelkopfes.
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