Der Amiant-Körnchenschirmling fällt durch seine lebhaft gelbbraune bis ockerfarbene Färbung und die charakteristisch körnige Hutoberfläche auf. Diese Körnung ist ein Überrest des Velum universale und lässt sich bei Berührung leicht abwischen. Der Stiel ist unterhalb der ringartigen Zone ebenso körnig-flockig strukturiert wie der Hut, während er darüber glatt und heller erscheint. Er ist ein typischer Bewohner von Moosflächen und Nadelstreu.
🍳 Kulinarik-Hinweis: Ungenießbar
Obwohl er in manchen älteren Werken als essbar geführt wird, ist er aufgrund seines unangenehmen, erdigen bis muffigen Geschmacks und seiner geringen Größe als ungenießbar einzustufen. Es besteht zudem die Gefahr von Verwechslungen mit anderen, teils giftigen Schirmlingsartigen.
🍂 Ökologie & Standort:
Er wächst als Saprobiont vor allem in der Nadelstreu von Fichten und Kiefern, ist aber auch in Moosgesellschaften auf mageren Wiesen oder in Laubwäldern zu finden. Er bevorzugt saure Böden und fruktifiziert von August bis November, bei milder Witterung oft bis in den Dezember.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Körnigkeit & Lamellen
Achten Sie auf die feinkörnige Hutoberfläche und den Stiel, der "bis zu den Knien" (also bis zur Ringzone) gestiefelt-körnig ist. Ein wichtiges Merkmal zur Abgrenzung von ähnlichen Arten ist die Farbreaktion: Bei Kontakt mit Laugen (z. B. KOH) verfärbt sich die Huthaut des Amiant-Körnchenschirmlings meist weinrot bis dunkelbraun.
Sammler-Berichte
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