Der Wiesen-Stäubling ist ein kleiner bis mittelgroßer, weißlicher Pilz, der im Alter eine charakteristische flach-gedrückte oder birnenförmige Gestalt annimmt. Seine Oberfläche ist jung fein bestachelt oder kleiig, wird aber im Alter glatt. Einzigartig ist sein innerer Aufbau: Trennt man den Pilz längs auf, sieht man eine deutliche Pergament-ähnliche Haut (Diaphragma), die den oberen Teil (die Gleba) vom sterilen Stielteil trennt. Im Alter bricht der obere Teil großflächig auf und hinterlässt eine schüsselartige Vertiefung.
🍳 Vorbereitung & Verwendung: Essbar (Jung)
Wie alle Stäublinge ist der Wiesen-Stäubling essbar, solange sein Fleisch im Inneren rein weiß und fest ist. Sobald sich das Innere gelblich oder olivbraun verfärbt (Beginn der Sporenreife), ist er ungenießbar. Er hat einen milden, pilzigen Geschmack und eignet sich gut als Mischpilz.
🍂 Ökologie & Standort:
Er wächst als Saprobiont vor allem auf Wiesen, Weiden, Rasenplätzen und Parks. Er bevorzugt grasige Flächen außerhalb des Waldes und kommt oft in "Hexenringen" vor. Die Fruchtzeit reicht von Juni bis November.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Der Schnitt-Test
Schneiden Sie den Pilz längs durch! Der Wiesen-Stäubling zeigt eine horizontale Trennschicht zwischen dem oberen Sporenteil und dem unteren Stielteil. Dies unterscheidet ihn vom Beutel-Stäubling oder dem Flaschen-Stäubling. Zudem bleibt bei alten Exemplaren oft die charakteristische "leere Schüssel" am Boden zurück.
Sammler-Berichte
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