Der Frühlings-Knollenblätterpilz ist ein rein weißer, eleganter Pilz, der vor allem in wärmebegünstigten Laubwäldern vorkommt. Er besitzt alle typischen Merkmale der tödlichen Amanita-Arten: einen Ring am Stiel und eine deutliche Scheide (Volva) an der Stielbasis. Da er bereits im Mai oder Juni erscheinen kann, trägt er seinen Namen "Frühlings-Knollenblätterpilz". Er ist tückisch, da sein Geruch jung angenehm und sein Geschmack mild sein soll – doch bereits ein einziger Fruchtkörper ist tödlich.
☣ Giftwarnung: TÖDLICH GIFTIG!
Dieser Pilz enthält Amatoxine (Cyclopeptide), die schwere Leber- und Nierenschäden verursachen. Die ersten Symptome (Erbrechen, Durchfall) treten oft erst 6 bis 24 Stunden nach dem Verzehr auf, wenn das Gift bereits im Körper aufgenommen wurde. Führen Sie niemals eine Geschmacksprobe durch!
🍂 Ökologie & Vorkommen:
Er ist ein Wärmeliebhaber und Mykorrhizapartner von Laubbäumen, bevorzugt Eichen und Buchen auf kalkhaltigen Böden. Er erscheint meist von Mai bis Juli, kann aber vereinzelt auch später im Jahr gefunden werden.
🔬 Bestimmungs-Tipp & Rote Liste:
Achten Sie bei weißen Pilzen immer auf die Stielbasis: Eine häutige Scheide (Volva) und rein weiße Lamellen sind Alarmzeichen. Im Gegensatz zu Champignons werden die Lamellen niemals rosa oder braun. Wissenswert: Der Pilz steht auf der Vorwarnstufe (V) der Roten Liste, da er regional sehr selten ist und spezifische Wärmeinseln benötigt.
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