Der Blaue Saftporling ist ein kleiner, einjähriger Konsolenpilz, der vor allem durch seine weißlich-blaue bis kräftig jeansblaue Färbung besticht. Sein Fleisch ist im frischen Zustand weich, saftig und wasserhaltig – drückt man den Pilz, tritt oft eine klare bis bläuliche Flüssigkeit aus (namensgebend). Beim Eintrocknen wird der Pilz hart, schrumpft deutlich und verliert an Farbintensität. Er verursacht im Holz eine intensive Braunfäule.
🍳 Kulinarik-Hinweis: Ungenießbar
Aufgrund seiner geringen Größe und der eher weichen bis zähen Konsistenz besitzt der Blaue Saftporling keinen Speisewert. Er wird allgemein als ungenießbar eingestuft.
🍂 Ökologie & Standort:
Er wächst als Saprobiont an abgestorbenem Nadelholz, mit einer starken Vorliebe für Fichte. Seltener findet man ihn an Kiefer oder Tanne. Er besiedelt meist liegende Stämme oder dicke Äste in feuchten Nadelmischwäldern. Die Fruchtzeit liegt zwischen August und November.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Farbe & Saft
Achten Sie auf die Blaufärbung, die besonders an den Poren und bei Druck deutlich wird. Ein wichtiges Merkmal zur Abgrenzung vom ähnlichen Graublauen Saftporling (der eher an Laubholz wächst) ist das Substrat: Nadelholz ist der typische Standort für Spongiporus caesius.
Sammler-Berichte
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