Der Sklerotien-Stielporling ist ein naher Verwandter des großen Schuppigen Stielporlings, bleibt jedoch deutlich kleiner und zierlicher. Er wächst als Parasit oder Saprobiont an abgestorbenen Laubholzästen und vergrabenem Holz, wo er eine Weißfäule verursacht. Namensgebend ist das "Sklerotium" – ein knollenartiges, schwarzes Dauerorgan im Substrat, aus dem der Pilz bei günstigen Bedingungen hervorgeht. Interessant ist seine Höhenverbreitung: Er ist ein Bewohner der Ebenen und Hügellandschaften und wird in Lagen über 800 Metern kaum noch angetroffen. Sein Hut ist ocker- bis gelbbraun und fein mit anliegenden Schuppen besetzt, die jedoch weit weniger ausgeprägt sind als bei seinem großen Bruder.
💡 Bestimmungs-Tipp: Stiel und Poren
Achten Sie auf den Stiel: Dieser ist beim Sklerotien-Porling oft zentraler angeordnet als beim Schuppigen Stielporling und an der Basis nur schwach oder gar nicht geschwärzt. Die Poren auf der Unterseite sind sehr fein, weißlich bis cremefarben und laufen am Stiel herab. Der Geruch ist angenehm pilzig bis leicht mehlig, aber weitaus weniger intensiv nach Gurke duftend als beim großen Verwandten.
🍳 Kulinarik-Hinweis: Jung essbar
Der kulinarische Wert des Sklerotien-Porlings ist eher gering. Er ist zwar ungiftig und in jungem, weichem Zustand essbar, besitzt aber ein recht festes Fleisch und wenig Eigengeschmack. Sobald der Pilz altert, wird er sehr zäh und lederig, was ihn für die Küche unbrauchbar macht. In der Regel wird er aufgrund seiner geringen Fleischmasse und des unbedeutenden Aromas von Sammlern meist ignoriert.
Sammler-Berichte
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