Der Gerieifte Mehltrichterling ist ein kleiner, hygrophaner Pilz. Das bedeutet, seine Farbe ändert sich je nach Feuchtigkeit: In nassem Zustand ist er graubraun mit einem deutlich gerieiften (durchscheinend gestreiften) Hutrand, trocken bleicht er fast weißlich-grau aus. Die Lamellen laufen deutlich am Stiel herab, was typisch für die Gattung der Trichterlinge ist. Sein Fleisch ist dünn und sehr zerbrechlich.
🍳 Kulinarik-Hinweis: Ungenießbar
Aufgrund seines sehr minderwertigen, oft etwas ranzigen Geschmacks wird dieser Pilz als ungenießbar eingestuft. Zudem besteht bei grauen Trichterlingen eine erhebliche Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten, die Muscarin enthalten.
🍂 Ökologie & Standort:
Er wächst als Saprobiont vor allem in der Nadelstreu unter Fichten und Kiefern, kommt aber auch in Laubmischwäldern vor. Er ist ein typischer Spätherbstpilz, der oft in großen Gruppen oder Hexenringen bis weit in den Dezember hinein (nach den ersten Frösten) zu finden ist.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Geruch & Hutrand
Das wichtigste Merkmal ist der intensive Mehlgeruch (ähnlich wie frisch aufgeschnittene Gurke). Achten Sie zudem auf den gerieiften Hutrand im feuchten Zustand – die feinen Streifen ziehen sich vom Rand ein Stück weit zur Mitte.
Sammler-Berichte
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