Der Knollige Rißpilz ist ein kleiner, ocker- bis strohgelber Pilz mit der typischen rissigen Hutoberfläche seiner Gattung. Ein sehr markantes Merkmal ist die Stielbasis, die in einer deutlich abgesetzten, fast gerandeten Knolle endet. Zudem verfärbt sich der Pilz im Alter oder bei Berührung nicht rötlich, was ihn von anderen gelblichen Rißpilzen abgrenzt. Sein Geruch ist charakteristisch süßlich und erinnert stark an Honig oder welkende Blüten.
☣ Giftwarnung: Giftig (Muscarin-Syndrom)
Wie viele Rißpilze enthält auch diese Art das Gift Muscarin. Eine Vergiftung führt zu starkem Speichel- und Tränenfluss, Schweißausbrüchen, Sehstörungen und Herzbeschwerden. Die Symptome treten meist sehr schnell (15 bis 30 Minuten) nach der Mahlzeit auf.
🍂 Ökologie & Standort:
Er ist ein Mykorrhizapilz, der sowohl in Laubwäldern (vorrangig Buche und Eiche) als auch in Nadelwäldern (unter Fichte) vorkommt. Er bevorzugt kalkhaltige oder neutrale Böden und erscheint meist von Juli bis Oktober. Man findet ihn oft an Wegrändern, in Parkanlagen oder kalkreichen Bergwäldern.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Knolle & Geruch
Achten Sie auf die Stielbasis: Die abgesetzte Knolle ist ein wichtiges Erkennungsmerkmal. Zusammen mit dem Honiggeruch und dem gelblichen, rissigen Hut ist die Bestimmung recht sicher. Dennoch gilt: Rißpilze sind für Speisezwecke strikt zu meiden, da die Gattung zu viele tödlich giftige Arten enthält.
Sammler-Berichte
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