Der Butterröhrling ist ein strenger Mykorrhizapartner der Kiefer und daher fast ausschließlich in der Nähe von zwei-nadeligen Kiefernarten zu finden. Er ist leicht an seinem schokoladenbraunen, bei Feuchtigkeit extrem schleimigen Hut und dem deutlichen, häutigen Ring am Stiel zu erkennen. Die Poren sind jung leuchtend gelb und im Alter eher olivgelb. Ein besonderes Kennzeichen ist die leicht abziehbare, gallertartige Huthaut. In manchen Jahren tritt er in Kiefernschonungen und an Waldrändern in großen Mengen auf.
⚠ Wichtiger Hinweis: Unverträglichkeit & Vorbereitung
Der Butterröhrling kann bei empfindlichen Personen allergische Reaktionen oder heftige Magen-Darm-Beschwerden auslösen. Um das Risiko zu minimieren, sollte die schleimige Huthaut unbedingt noch im Wald abgezogen werden, da sie die meisten unverträglichen Stoffe enthält und zudem den restlichen Fund im Korb verschmutzt. Personen, die bereits einmal negativ reagiert haben, sollten konsequent auf den Verzehr verzichten.
📋 Gesetzliche Sammelbestimmung (Artenschutz)
Wie alle heimischen Arten der Gattung Röhrlinge fällt auch der Butterröhrling unter den allgemeinen Schutz. Er darf nur in geringen Mengen für den Eigenbedarf gesammelt werden. In der Regel gilt hier eine Orientierungsmenge von ca. 1 bis 2 Kilogramm pro Person und Tag.
🍳 Kulinarik-Tipp: Mild und butterweich
Abgesehen von der Unverträglichkeits-Problematik ist der Butterröhrling ein guter Speisepilz mit mildem Geschmack und weicher Textur. Zubereitung: Er eignet sich hervorragend für Mischpilzpfannen oder Saucen. Da er beim Garen etwas schleimig bleiben kann, braten ihn Kenner gerne scharf an oder verwenden ihn zusammen mit festeren Pilzen wie Steinpilzen. Jüngere Exemplare sind aufgrund ihres festeren Fleisches zu bevorzugen.
Sammler-Berichte
Noch keine Kommentare vorhanden.