Dieser Pilz ist auch unter dem Namen Wollstieliger Tintling sehr bekannt. Dieser Name kommt von dem wollig beflockten Stiel, der besonders bei jungen Exemplaren markant ausgeprägt ist. Wie viele Tintlinge ist auch er extrem kurzlebig: Er erscheint oft über Nacht und beginnt bereits nach wenigen Stunden, sich von den Huträndern her schwarz zu verfärben und tintig zu zerfließen (Autolyse). Er ist ein klassischer Dungbewohner und zeigt oft nährstoffreiche Stellen im Wald oder in der Nähe von menschlichen Siedlungen an.
🍳 Vorbereitung & Verwendung: Ungenießbar
Der Wollstielige Tintling wird als ungenießbar eingestuft. Er besitzt kaum Fleisch und zerfließt so schnell, dass er für kulinarische Zwecke völlig unbedeutend ist. Zudem könnte er (wie viele Tintlinge) in Kombination mit Alkohol Unverträglichkeiten auslösen (Coprinus-Syndrom), was jedoch bei dieser speziellen Art noch nicht abschließend geklärt ist.
🍂 Ökologie & Standort:
Er ist ein ausgesprochener Stickstoffanzeiger und wächst meist auf Misthaufen, stark gedüngten Äckern, Kompost oder auf verrottendem Stroh. Man findet ihn oft in der Nähe von Ställen oder auf Weideflächen. Er erscheint vom Frühjahr bis in den Herbst, oft in großen Gruppen nach Regenfällen.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Wolliger Stiel
Achten Sie auf den Stiel: Dieser ist weißlich und bei jungen Pilzen mit weichen, wolligen Flocken bedeckt, die sich leicht abwischen lassen. Der Hut ist anfangs walzenförmig, später glockig und grau-faserig. Im Gegensatz zum Schopftintling ist er deutlich kleiner und zierlicher.
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