Die Krause Glucke, auch Fette Henne genannt, ist ein außergewöhnlicher Speisepilz, der durch seine Ähnlichkeit mit einem Badeschwamm oder einem Korallenstock kaum zu verwechseln ist. Er wächst als Parasit oder Saprobiont meist am Fuß von Kiefern, seltener an anderen Nadelbäumen, und erzeugt dort eine intensive Braunfäule im Kernholz. Ein besonderes Merkmal für Sammler ist die Standorttreue: Der Pilz erscheint oft über viele Jahre hinweg zuverlässig am gleichen Baumstumpf oder Stammgrund. In der Küche wird die Krause Glucke wegen ihres nussigen Aromas und ihrer bissfesten Konsistenz als ausgezeichneter Speisepilz geschätzt. Sie ist vielseitig einsetzbar, beispielsweise gebraten, in Sahnesoßen oder sogar als Einlage in Suppen, wo sie eine fast nudelartige Textur annimmt.
💡 Küchen-Tipp: Die Reinigung
Aufgrund der krausen, eng gewundenen Struktur ist dieser Pilz einer der am schwierigsten zu reinigenden Waldbewohner. In den Zwischenräumen sammeln sich oft Sand, Nadeln und kleine Insekten. Um sie effektiv zu säubern, sollte man die Glucke in grobe Stücke teilen und für einige Minuten in kaltes Salzwasser legen. Das Salz treibt versteckte Insekten heraus. Danach muss der Pilz gründlich unter fließendem Wasser abgespült und gut trockengeschüttelt werden.
🍳 Kulinarik-Tipp: Glucken-"Pasta"
Wegen ihrer bissfesten Struktur eignet sich die Krause Glucke hervorragend als kalorienarmer Nudelersatz. Zubereitung: Schneiden Sie den gesäuberten Pilz in mundgerechte Streifen und dünsten Sie diese in etwas Butter und Zwiebeln an. Mit Sahne ablöschen, kurz köcheln lassen und mit frischer Petersilie servieren. Die Textur erinnert verblüffend an Bandnudeln (Tagliatelle). Auch zum Trocknen und Mahlen als Pilzwürzpulver ist sie aufgrund ihres intensiven Aromas bestens geeignet.
Sammler-Berichte
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