Der Kirschrote Speitäubling macht seinem Namen alle Ehre: Sein Hut leuchtet in einem kräftigen, oft glänzenden Kirschrot, das bei Regen etwas ausblassen kann. Als typischer Täubling besitzt er ein sprödes Fleisch, das wie Kreide bricht, ohne zu fasern oder Milch abzusondern. Er bevorzugt sehr feuchte, saure Böden und ist daher oft in der Nähe von Mooren oder in moosigen Nadelwäldern zu finden. Sein Genuss führt zu unangenehmen Vergiftungserscheinungen, was ihm seinen bezeichnenden Namen eingebracht hat.
🍳 Vorbereitung & Verwendung: Giftig
Der Kirschrote Speitäubling ist giftig. Er verursacht das sogenannte gastrointestinale Harztier-Syndrom (heftiges Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen). Die Vergiftungssymptome treten meist sehr rasch nach der Mahlzeit auf. Er sollte unter keinen Umständen für Speisezwecke gesammelt werden.
🍂 Ökologie & Standort:
Er ist ein Mykorrhizapilz, der bevorzugt mit der Fichte oder der Kiefer (insbesondere der Moorkiefer) vergesellschaftet ist. Man findet ihn auf kalkfreien, sauren und sehr nassen Böden, oft direkt in Torfmoos-Polstern (*Sphagnum*) am Rande von Mooren oder in staunassen Nadelwäldern.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Standort & Geschmacksprobe
Achten Sie auf das extrem feuchte Habitat (Moor-Charakter). Ein wichtiges Merkmal ist der Geschmack: Ein winziges Stückchen Fleisch (nur kurz auf die Zungenspitze legen und danach unbedingt ausspucken!) schmeckt nach wenigen Sekunden brennend scharf. Die Huthaut lässt sich beim Speitäubling fast vollständig abziehen, das darunterliegende Fleisch ist oft leicht rötlich angehaucht.
Sammler-Berichte
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