Der Braunviolette Rißpilz ist ein kleinerer, zierlicher Pilz, der durch den Kontrast zwischen seinem schuppigen, braunen Hut und den violetten Farbtönen an der Stielspitze auffällt. Die Hutoberfläche ist meist fein wollig-schuppig und reißt – wie für die Gattung typisch – radial auf. Ein wichtiges Merkmal sind die Lamellen, die im jungen Zustand oft einen violetten Schimmer aufweisen, später aber durch die Sporenreife tabakbraun werden. Da er Muscarin enthält, gehört er zu den gefährlichen Giftpilzen des Waldbodens.
☠ Vorbereitung & Verwendung: Giftig (Muscarin-Syndrom)
Der Braunviolette Rißpilz ist giftig. Er enthält Muscarin, das das parasympathische Nervensystem überreizt. Symptome wie starker Speichel- und Tränenfluss, Schweißausbrüche, Pupillenverengung, Sehstörungen und Erbrechen treten meist innerhalb von 15 bis 30 Minuten auf. Bei hoher Dosierung besteht Lebensgefahr durch Herz-Kreislauf-Versagen.
🍂 Ökologie & Standort:
Er wächst als Mykorrhizapilz sowohl in Laub- als auch in Nadelwäldern. Häufig findet man ihn bei Buche, Eiche, Fichte oder Tanne. Er bevorzugt kalkhaltige oder neutrale Böden und ist oft an Wegrändern oder in Parkanlagen anzutreffen.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Violette Töne & Lamellenschneiden
Achten Sie auf die Stielspitze: Diese zeigt beim frischen Pilz deutliche violette oder lila Farben. Ein entscheidendes Merkmal unter der Lupe: Die Lamellenschneiden sind meist dunkler als die Fläche (bräunlich punktiert), da dort spezielle Zellen (Zystiden) sitzen. Der Geruch ist oft schwach spermatisch, was typisch für viele Rißpilze ist.
Sammler-Berichte
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