Der Rillstielige Weichritterling ist ein kräftiger Pilz mit einem flachen bis breit gebuckelten Hut. Die Farbe reicht von Graubraun bis Rußbraun, wobei die Oberfläche bei Nässe leicht schmierig werden kann. Das entscheidende Merkmal ist der Stiel: Er ist über die gesamte Länge deutlich dunkel längsgerillt oder gefurcht. Obwohl er oft als langstielig beschrieben wird, ist er in der Statur variabel und kann besonders an exponierten Stellen auch gedrungener wachsen. Die Lamellen stehen sehr eng und zeigen den für die Gattung typischen "Burggraben-Ansatz". Er ist ein früher Zersetzer, der oft schon im Mai auf nährstoffreichen, grasigen Flächen erscheint.
🍳 Vorbereitung & Verwendung: Essbar (bedingt empfehlenswert)
Der Rillstielige Weichritterling gilt als essbar, ist jedoch geschmacklich eher unauffällig. Da die Gattung schwer zu bestimmen ist und einige Arten Unverträglichkeiten auslösen können, ist er nur für Kenner geeignet. Die zähen Stiele sollten vor der Zubereitung entfernt werden.
🍂 Ökologie & Standort:
Er wächst als Saprobiont auf nährstoffreichen Böden an grasigen Waldrändern, in Parks oder Gärten. Er ist nicht an spezifische Baumarten gebunden und kommt sowohl bei Laub- als auch Nadelbäumen vor. Hauptfruktifikationszeit ist Mai bis Dezember.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Rillung & Basis
Achten Sie auf die markante Längsrillung des Stiels, die auch bei kürzeren Exemplaren vorhanden ist. Ein wichtiges Merkmal ist die oft keulig verdickte Stielbasis. Das Fleisch im unteren Stielteil ist meist deutlich dunkler braun gefärbt als im restlichen Pilz.
Sammler-Berichte
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