Der Brandige Krustenpilz ist ein spezialisierter Holzbewohner, der durch seine ungewöhnliche Optik auffällt. Im Frühjahr bildet er zunächst flache, grau-weißliche Krusten mit einem hellen Rand (Nebenfruchtform), die sich im Sommer in harte, schwarze und unregelmäßig gewölbte "Kohlenkrusten" verwandeln (Hauptfruchtform). Diese Krusten sind sehr brüchig und erinnern an verbranntes Holz. Der Pilz dringt tief in das Wurzel- und Stammholz ein und zersetzt dort die Zellulose, was die Bruchgefahr des Baumes massiv erhöht, oft ohne dass die Krone bereits Vitalitätseinbußen zeigt.
🍳 Vorbereitung & Verwendung: Ungenießbar
Der Pilz besitzt aufgrund seiner harten, kohleartigen Konsistenz keinerlei Speisewert. Er ist ein reiner Schadpilz an lebendem und totem Holz.
🍂 Ökologie & Standort:
Er wächst als gefährlicher Wundparasit und Saprobiont an der Stammbasis oder an freiliegenden Wurzeln. Sein Hauptwirt ist die Rotbuche, er besiedelt aber auch regelmäßig Linde, Ahorn, Eiche, Esche, Birke, Ulme, Rosskastanie und Pappel. Er ist ein Erreger der Moderfäule, die das Holz spröde macht und zu plötzlichem Stammbruch führen kann.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Bruchtest & Standort
Prüfen Sie die schwarzen Krusten: Sie lassen sich leicht mit dem Finger wegbrechen und zerbröseln zu schwarzem Staub (Kohlecharakter). Der Pilz wächst fast ausschließlich in der **Spritzwasserzone** oder im direkten Bodenkontakt am Stammfuß. Verwechseln Sie ihn nicht mit echter Holzkohle – der Pilz ist fest mit dem Holz verwachsen.
Sammler-Berichte
Noch keine Kommentare vorhanden.