Der Gelbflockige Kartoffelbovist ist ein knolliger, oft unregelmäßig geformter Pilz ohne eigentlichen Stiel. Seine Oberfläche ist strohgelb bis ockerbraun und mit feinen, gelblichen Flocken oder Schüppchen bedeckt, die ihm seinen Namen geben. Im Gegensatz zum Dickschaligen Kartoffelbovist ist seine Hülle (Peridie) vergleichsweise dünn und bricht bei Reife unregelmäßig auf. Das Innere (die Gleba) ist jung fest und weißlich, verfärbt sich aber sehr schnell über Dunkelblau nach Purpurschwarz, bevor es bei vollständiger Reife zu braunem Sporenstaub zerfällt. An der Basis befinden sich oft kräftige, gelbliche Myzelstränge, die den Pilz im Boden verankern.
☣ Giftwarnung: Giftig
Der Gelbflockige Kartoffelbovist ist stark magen-darm-giftig. Er enthält Sclerodermine, die Übelkeit, Erbrechen und Sehstörungen hervorrufen können. In größeren Mengen kann er Bewusstlosigkeit und Kreislaufzusammenbrüche verursachen. Früher wurde er fälschlicherweise in geringsten Mengen als "Trüffelersatz" verwendet – davon ist aufgrund der Toxizität dringend abzuraten!
🍂 Ökologie & Standort:
Er wächst als Mykorrhizapilz vorzugsweise auf eher leichten, sandigen oder kiesigen Böden. Er ist häufig in Parkanlagen, Gärten, an Wegrändern oder in lichten Laubwäldern zu finden. Seine wichtigsten Baumpartner sind Eiche, Rotbuche, Birke, Hainbuche und gelegentlich Kiefer. Die Fruchtkörper erscheinen von Juli bis Oktober.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Schale & Myzelstränge
Prüfen Sie die Schalendicke: Sie ist mit etwa 1–2 mm dünner als beim Dickschaligen Kartoffelbovist. Achten Sie zudem auf die gelblichen Myzelbündel an der Basis und die feine, gelbliche Flockung auf der Oberseite. Beim Durchschneiden zeigt sich die typische, sehr frühe Dunkelfärbung des Inneren.
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