Der Sommersteinpilz ist ein kräftiger Röhrenpilz mit einem bis zu 25 cm breiten Hut. Die Hutfarbe variiert von hellbraun über ledergelb bis hin zu dunkelbraun. Die Oberfläche ist im Gegensatz zum Fichtensteinpilz feinsamtig, matt und bei Trockenheit oft charakteristisch felderig aufgesprungen. Die Röhren sind jung weiß, verfärben sich im Alter gelb bis olivgrün und blauen bei Druck nicht. Der Stiel ist bauchig bis keulig, hellbraun und fast bis zur Basis mit einem deutlichen, weißen bis hellbraunen Netz (Reticulum) überzogen. Das Fleisch ist weiß, fest und bleibt auch im Alter unveränderlich weiß.
🍳 Verwendung: Ausgezeichneter Speisepilz
Er gehört zu den besten Speisepilzen. Er hat ein nussiges Aroma und einen angenehmen Geruch. Da er oft schon früh im Jahr erscheint und weniger kälteresistent ist, neigt er allerdings stärker zu Madenbefall als der spätere Fichtensteinpilz. Er kann roh, gebraten, gekocht oder getrocknet verwendet werden.
🍂 Ökologie & Standort:
Er ist ein Mykorrhizapartner von Laubbäumen, bevorzugt Eiche und Buche, seltener findet man ihn unter Esskastanien oder Linden. Er mag wärmebegünstigte Standorte und kalkhaltige Böden. Er erscheint oft schon ab Mai ("Maisteinpilz") und hat seine Hauptzeit im Juni und Juli, kann aber bei warmem Wetter bis in den Oktober gefunden werden.
📌 Sammelbestimmung: Besonders geschützt
Wie alle Steinpilze steht auch der Sommersteinpilz unter Naturschutz. Er darf nur in geringen Mengen für den Eigenbedarf (ca. 1-2 kg pro Person/Tag, je nach Bundesland) gesammelt werden.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Samtige Hutoberfläche & Stielnetz
Achten Sie auf die matte, samtige Hutoberfläche, die bei Trockenheit wie ein Mosaik aufspringt. Das Stielnetz ist beim Sommersteinpilz meist sehr deutlich ausgeprägt und zieht sich oft über den gesamten Stiel bis zur Basis hinunter.
Sammler-Berichte
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