Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
2.0 cm - 6.0 cm breit; jung weiß, später schmutzig weiß, weißliche im Alter bräunliche Schuppen, Scheitel meist bräunlich; Der Schopftintling ist ein ausgezeichneter Speisepilz, der durch seine markante, walzenförmige Gestalt und die struppig-schuppige Hutoberfläche fast unverwechselbar ist. Er liebt nährstoffreiche, stickstoffhaltige Böden und ist daher häufig auf gedüngten Wiesen, in Gärten, Parks oder an Wegrändern zu finden. Sein Fleisch ist weiß, zart und hat ein mildes, pilziges Aroma, das entfernt an Spargel erinnert. Eine Besonderheit ist sein extrem schnelles Wachstum und der ebenso schnelle Zerfall.
💡 Bestimmungs-Tipp: Das "Tinten-Stadium"
Sammeln Sie nur junge Exemplare, deren Lamellen noch rein weiß sind. Sobald sich der untere Hutrand rosa oder schwarz verfärbt, beginnt der Prozess der Selbstverdauung (Autolyse). Der Pilz verwandelt sich dann innerhalb weniger Stunden in eine schwarze, tintenartige Flüssigkeit. In diesem Stadium ist er kulinarisch wertlos. Wichtig: Der Schopftintling muss nach der Ernte sofort (innerhalb weniger Stunden) verarbeitet werden, da der Zerfallsprozess auch im Kühlschrank weitergeht.
🍳 Kulinarik-Tipp: Der "Spargel des Waldes"
Der Schopftintling ist ein Delikatesspilz. Zubereitung: Am besten schmeckt er pur, kurz in Butter gebraten mit einer Prise Salz. Er ist sehr wasserreich, weshalb er beim Garen etwas zusammenschrumpft. Im Gegensatz zum Grauen Faltentintling ist der Schopftintling auch in Kombination mit Alkohol völlig unbedenklich (er enthält kein Coprin).
Sammler-Berichte
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