Die Puppenkernkeule bildet 2 bis 5 cm hohe, keulenförmige Fruchtkörper aus, die durch ihre leuchtend orange-rote bis orangerote Farbe sofort ins Auge fallen. Die Oberfläche des fruchtbaren Teils (der obere Bereich der Keule) ist deutlich punktiert durch die darin liegenden Perithecien (Fruchtgehäuse). Der Stielteil ist meist etwas heller und glatter. Das Fleisch ist weißlich-orange und zäh-elastisch. Gräbt man den Pilz vorsichtig aus, findet man an der Basis fast immer die verstorbene Insektenpuppe, aus der der Pilz hervorgegangen ist.
🍳 Verwendung: Vitalpilz / Kein klassischer Speisepilz
Obwohl er nicht giftig ist, wird er aufgrund seiner Zähigkeit und Seltenheit nicht als Speisepilz gesammelt. In der Naturheilkunde (insbesondere in der TCM) wird er jedoch als Vitalpilz geschätzt, da er ähnliche Inhaltsstoffe wie der Tibetische Raupenpilz enthält.
🍂 Ökologie & Standort:
Er wächst als Parasit auf den im Boden vergrabenen Puppen von Nachtfaltern. Man findet ihn in Wäldern, Parkanlagen und auf mageren Wiesen. Oft scheint er direkt aus dem Moos oder dem Boden zu wachsen, ist aber immer an seinen Wirt gebunden. Die Fruchtkörper erscheinen von August bis November.
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
Achten Sie auf die leuchtend orange Farbe und die punktierte Keulenoberfläche. Um die Bestimmung abzusichern, sollte man den Pilz vorsichtig mit dem Finger oder einem Messer aus dem Boden heben – die Bestätigung ist die an der Basis hängende Puppe. ⓘ Wissenswertes:
Die Puppenkernkeule wurde zum Pilz des Jahres 2007 gewählt. Die Auszeichnung hob ihre außergewöhnliche Lebensweise als Insektenparasit hervor. Er enthält den Wirkstoff Cordycepin, weshalb er heute auch in Europa verstärkt als Vitalpilz kultiviert wird.
Sammler-Berichte
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