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Eier-Wulstling

(Amanita ovoidea)

📖 Lamellenpilze
Verwechslungsgefahr! Dieser Pilz hat tödlich giftige Doppelgänger. Bitte genau prüfen!
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📷 Pilzbilder

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Speisewert: essbaressbar
Wachstumszeit / Monate:
Ja
Fe
Ap
Ma
Ju
Ju
Au
Se
Ok
No
De
✨ Wissenswertes

Der Eier-Wulstling ist ein stattlicher Pilz, dessen Hut Durchmesser von bis zu 25 cm erreichen kann. Die Oberfläche ist rein weiß bis cremeweiß, glatt und im jungen Stadium oft am Rand mit hängenden, flockigen Velumresten garniert. Ein besonderes haptisches Merkmal ist die klebrig-flockige Konsistenz dieser Reste: Besonders bei jungen Exemplaren bleibt man bei Berührung förmlich an den weißen Velumflocken hängen, die wie weiche Butter oder klebriger Teig an den Fingern haften bleiben. Das Fleisch ist fest, weiß und hat im Alter einen oft unangenehmen, süßlich-muffigen Geruch.

🍳 Verwendung: Essbar (mit großer Vorsicht)
In Südeuropa wird er als Speisepilz geschätzt. Aufgrund der extremen Verwechslungsgefahr mit tödlich giftigen weißen Wulstlingen (wie dem Frühlings-Knollenblätterpilz) und dem sehr ähnlichen, giftverdächtigen Ockerhellen Ampfer-Wulstling (Amanita proxima) wird vom Verzehr in Deutschland dringend abgeraten.
🍂 Ökologie & Standort:
Diese wärmeliebende Art bevorzugt kalkhaltige Böden und wächst als Mykorrhizapilz meist bei Eichen oder Kiefern. Lange Zeit war sie in Deutschland fast nur im Oberrheingraben zu finden, breitet sich aber nun zunehmend in klimatisch begünstigten Gebieten wie dem Bliestal (Saarland, Bilder dort aufgenommen) aus. Die Fruchtkörper erscheinen von Juli bis Oktober.
ⓘ Wissenswertes:
Der Eier-Wulstling verdankt seinen Namen der Form der ganz jungen Fruchtkörper, die wie ein großes Ei aus der dicken, weißen Volva (Scheide) hervorbrechen. Die Ausbreitung nach Norden gilt als Indikator für klimatische Veränderungen. In mediterranen Ländern ist er ein Marktpilz, sollte aber wegen seiner Verwechslungspartner nur von absoluten Experten gesammelt werden.
📜 Steckbrief
Wiss. Begriff:
Amanita ovoidea
Weitere Bezeichnungen:
Eierwulstling
Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
10.0 cm - 25.0 cm breit; weiß; zuerst eiförmig (Name!), danach polsterförmig, zuletzt abgeflacht, zuerst mehlig-matte, dann seidig-glatte Oberfläche, am Hutrand insbesondere bei jungen Exemplaren mit Velumresten behangen
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
frei, weiß, z. T. auch mit rosa Schein, gedrängt
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 15.0 cm, max. Stielbreite 4.0 cm; markant derb, dick und fest, flockig, der oberseits (fein) geriefte, hängende Ring ist vergänglich und ist praktisch an der oberen Stielspitze angewachsen, Basis z. T. tief in der Erde (regelrecht wurzelnd), mit kräftiger, häutiger Scheide (die sich beim herausziehen/-drehen des Pilzes auch lösen kann); sie ist erst rein weiß, später cremefarben, im Alter kann sie auch ockerfarbene oder gelbliche Farbtöne besitzen.
Fleisch:
weiß, fest, voll
Geruch:
angenehm, im Alter aasartig
Geschmack:
angenehm
Sporen:
weiß, breitelliptisch, glatt, hyalin
Boden:
Kalkboden
Begleitpflanze:
Wald-Storchschnabel, Blut-Storchschnabel, Brauner Storchschnabel, Waldmeister, Einbeere, Leberblümchen, Farne, Wald-Zwenke
Vorkommen / Fundorte:
Laubwald Nadelwald Mischwald unter Kiefern unter Kastanien unter Eichen unter Buchen Parkanlagen
Doppelgänger:
VORSICHT: Doppelgänger & Verwechslungen

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Speisewert:

Sammler-Berichte

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