Der Eispilz (Pseudohydnum gelatinosum), auch Zitterzahn genannt, ist ein unverkennbarer, gallertartig-zitteriger Pilz. Er bildet zungen- oder spatelförmige Fruchtkörper aus, die fast durchscheinend weißlich bis bläulich-grau gefärbt sind. Die Unterseite ist mit weichen, gallertartigen Stacheln besetzt, was ihn wie einen "gläsernen" Stachelpilz aussehen lässt.
🍄 Kulinarik: Essbar (auch roh)
Der Eispilz ist geschmacklich eher neutral, besticht aber durch seine einzigartige, knorpelig-zitterige Konsistenz. Er ist einer der wenigen Wildpilze, die bedenkenlos roh im Salat gegessen werden können. Er nimmt Marinaden hervorragend auf.
🍳 Zubereitungstipp: "Wald-Gummibärchen"
Aufgrund seiner Struktur eignet sich der Eispilz hervorragend als süße Kuriosität: Legen Sie die geputzten Pilze für einige Stunden in Zuckersirup oder Fruchtsaft ein und servieren Sie sie als dekorative Beigabe zu Desserts oder Obstsalaten.
🍂 Ökologie & Erscheinen:
Er wächst als Saprobiont an stark vermorschtem Nadelholz (meist Fichte oder Kiefer), oft an bemoosten Stümpfen oder liegenden Stämmen. Die Hauptsaison liegt im Spätsommer und Herbst von Juli bis November, bei milder Witterung auch länger.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Stacheln & Gallerte Die Kombination aus gallertartiger Substanz und Stacheln auf der Unterseite ist bei keinem anderen Pilz in dieser Form zu finden. Er fühlt sich an wie fester Wackelpudding. Verwechslungen mit giftigen Arten sind nahezu ausgeschlossen.
Sammler-Berichte
Noch keine Kommentare vorhanden.