Die Frühjahrslorchel (Gyromitra esculenta) fällt durch ihren markanten, gehirnartig gewundenen Hut auf, der rotbraun bis dunkelbraun gefärbt ist. Im Gegensatz zur Speisemorchel ist der Hut nicht wabig-gekammerst, sondern unregelmäßig faltig-hirnartig. Der Stiel ist weißlich bis hellgrau, unregelmäßig grubig und im Inneren meist mehrkammerig hohl.
☠ TÖDLICH GIFTIG!
Die Frühjahrslorchel enthält das Zellgift Gyromitrin. Dieses zersetzt sich im Körper zu Methylhydrazin (einem Raketentreibstoff-Bestandteil), das Leber, Nieren und das zentrale Nervensystem schwer schädigt. Auch Kochdämpfe können bereits zu Vergiftungen führen!
🍂 Ökologie & Erscheinen:
Ein klassischer Frühpilz, der von März bis Mai erscheint. Er bevorzugt sandige, saure Böden in Kiefernwäldern, oft an Kahlschlägen, Wegrändern oder Brandstellen.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Hirn vs. Wabe Wichtigste Unterscheidung zur Speisemorchel: Lorcheln haben eine hirnartig gewundene Struktur (wie ein Gehirn), Morcheln haben eine längs- und quergerippte Struktur (wie Bienenwaben). Im Querschnitt ist die Lorchel mehrkammerig-fleischig, die Morchel einreihig-hohl.
Sammler-Berichte
Noch keine Kommentare vorhanden.