Der Glimmertintling ist ein geselliger Pilz, der meist in dichten Büscheln an Laubholzstümpfen oder über vergrabenen Wurzeln wächst. Typisch für Tintlinge ist der Hut, der sich bei Reife vom Rand her tintenartig verflüssigt. Im jungen Zustand ist der Hut ockergelb bis rotbraun gefärbt und mit feinen, hellen Körnchen übersät. Diese "Glimmerschüppchen" sind Reste der Gesamthülle (Velum) und werden durch Regen leicht abgewaschen, weshalb man sie bei älteren oder nass gewordenen Exemplaren oft vergeblich sucht.
💡 Bestimmungs-Tipp: Das "Glimmern" im Sonnenlicht
Betrachten Sie den Pilz bei trockenem Wetter im Gegenlicht: Die feinen Körnchen auf dem Hut glitzern dann wie Diamantenstaub. Der Stiel ist hohl, weißlich und sehr zerbrechlich. Da er oft aus im Boden verborgenem Holz wächst, scheint er manchmal direkt auf der Erde zu stehen.
âš Wichtiger Hinweis: Alkoholkonsum vermeiden!
Obwohl der Glimmertintling jung als essbar gilt, enthält er oft geringe Mengen Coprin. Dieser Stoff blockiert den Abbau von Alkohol im Körper, was zum sogenannten Coprinus-Syndrom führen kann (Herzrasen, Hautrötungen, Übelkeit). Da die Coprin-Konzentration schwanken kann, sollte zur Sicherheit bis zu 3-4 Tage nach dem Verzehr kein Alkohol getrunken werden.
Sammler-Berichte
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