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Glimmer-Tintling

(Coprinellus micaceus)

📖 Lamellenpilze
📷 Pilzbilder

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Speisewert: bedingt essbarbedingt essbar
⚠️ WICHTIGER HINWEIS: Dieser Pilz enthält Coprin. In Verbindung mit Alkohol (auch Tage nach dem Verzehr) wirkt er giftig! Absolutes Alkoholverbot beachten.
Inhaltsstoffe:
Coprin
Wachstumszeit / Monate:
Ja
Fe
Ap
Ma
Ju
Ju
Au
Se
Ok
No
De
✨ Wissenswertes
Der Glimmertintling ist ein geselliger Pilz, der meist in dichten Büscheln an Laubholzstümpfen oder über vergrabenen Wurzeln wächst. Typisch für Tintlinge ist der Hut, der sich bei Reife vom Rand her tintenartig verflüssigt. Im jungen Zustand ist der Hut ockergelb bis rotbraun gefärbt und mit feinen, hellen Körnchen übersät. Diese "Glimmerschüppchen" sind Reste der Gesamthülle (Velum) und werden durch Regen leicht abgewaschen, weshalb man sie bei älteren oder nass gewordenen Exemplaren oft vergeblich sucht.
💡 Bestimmungs-Tipp: Das "Glimmern" im Sonnenlicht
Betrachten Sie den Pilz bei trockenem Wetter im Gegenlicht: Die feinen Körnchen auf dem Hut glitzern dann wie Diamantenstaub. Der Stiel ist hohl, weißlich und sehr zerbrechlich. Da er oft aus im Boden verborgenem Holz wächst, scheint er manchmal direkt auf der Erde zu stehen.
⚠ Wichtiger Hinweis: Alkoholkonsum vermeiden!
Obwohl der Glimmertintling jung als essbar gilt, enthält er oft geringe Mengen Coprin. Dieser Stoff blockiert den Abbau von Alkohol im Körper, was zum sogenannten Coprinus-Syndrom führen kann (Herzrasen, Hautrötungen, Übelkeit). Da die Coprin-Konzentration schwanken kann, sollte zur Sicherheit bis zu 3-4 Tage nach dem Verzehr kein Alkohol getrunken werden.
📜 Steckbrief
Wiss. Begriff:
Coprinellus micaceus
Weitere Bezeichnungen:
Glimmertintling
Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
2.0 cm - 5.0 cm breit; anfangs ockergelb bis gelbbraun mit dunklerer Mitte, alt grauschwarz ; jung kugelig bis eichelförmig, bald glockig, alt ausgebreitet, jung mit zahlreichen und vergänglichen, glimmrigen, weiß bis bräunlichen Körnchen bedeckt, bis zum Scheitel eng gerieft
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Lamellen angeheftet, gedrängt, breit, ganz jung beige, bald graubraun bis graulila, alt schwarz zerfließend, Schneiden flockig
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 10.0 cm, max. Stielbreite 0.5 cm; zylindrisch, hohl, zerbrechlich, weißlich, später gelblich, kahl
Fleisch:
dünn, weißlich, im Stiel ocker
Geruch:
unbedeutend
Geschmack:
unbedeutend
Sporen:
schwarz; mitra-förmig bis elliptisch
Boden:
Holz
Begleitpflanze:
Gräser, Brennnessel
Vorkommen / Fundorte:
Laubwald Parkanlagen Laubholz Gärten an / auf Baumstümpfen auf Laubholzresten unter Buchen unter Eichen unter Birken unter Eschen unter Ahorn unter Obstbäumen
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
  • Hut: 2-5 cm breit; eiförmig bis glockig; ocker- bis gelbbräunlich; Oberfläche mit glitzernden Velum-Körnchen (Glimmer) übersät, die im Regen leicht abwaschen; Rand deutlich gerieft.
  • Lamellen: Jung weißlich, dann grau-bräunlich und im Alter schwarz zerfließend; sehr dicht stehend.
  • Stiel: 4-10 cm lang; weiß, seidig glänzend, hohl und sehr zerbrechlich; bei jungen Pilzen fein bereift.
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
GLIMMER-KÖRNCHEN & BÜSCHELIGES WACHSTUM: Charakteristisch sind die kleinen, glitzernden Schüppchen auf dem Hut, die wie feiner Zucker oder Sand wirken. Er wächst fast immer in dichten Büscheln an oder um Baumstümpfe herum. Im Gegensatz zu anderen Tintlingen zerfließt er etwas weniger stark, welkt aber im Alter schwarz dahin.
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Zubereitungstipp:
Essbar (bedingt): Nur sehr junge Exemplare verwenden, deren Lamellen noch rein weiß sind. Er eignet sich gut als Einlage für Suppen. Lange galt er als giftig in Verbindung mit Alkohol (Coprin-Syndrom), neuere Studien konnten dies bei dieser Art jedoch nicht bestätigen – dennoch ist Vorsicht ratsam.
EXTERNER MEDIENINHALT
Bestimmungs-Video: Glimmertintlinge sicher erkennen (YouTube)
Hinweis: Dieses Video stammt von einem Drittanbieter auf YouTube und ist kein Angebot von Mushroom-Toxin.de.

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Speisewert:

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