Der Graue Faltentintling ist ein häufiger Begleiter in Gärten, Parks und an Wegrändern, wo er bevorzugt an vergrabenem Holz oder Baumstümpfen wächst. Sein Hut ist aschgrau bis graubraun, längsgefaltet (daher der Name) und an der Spitze oft mit kleinen, bräunlichen Schüppchen besetzt. Wie alle Tintlinge verflüssigt er sich bei Reife zu einer schwarzen, tintenartigen Flüssigkeit. Früher wurde diese Masse tatsächlich mit Nelkenöl und Gummi arabicum versetzt, um daraus dokumentenechte Tinte herzustellen.
💡 Bestimmungs-Tipp: Struktur und Standort
Achten Sie auf die graue Farbe und die deutliche Faltung des Hutes. Er tritt fast immer büschelig auf. Im Gegensatz zum Schopftintling ist sein Hut nicht reinweiß und schuppig, sondern eher glatt und grau bereift. Der Stiel ist weiß, hohl und besitzt an der Basis oft eine angedeutete ringartige Zone.
âš ACHTUNG: Das Coprinus-Syndrom
Dieser Pilz enthält große Mengen des Wirkstoffs Coprin. Coprin blockiert den Abbau von Alkohol im menschlichen Körper (Acetaldehyd-Dehydrogenase-Hemmung). Wer zum oder nach dem Pilzgericht Alkohol trinkt, erleidet eine schwere Vergiftung mit Herzrasen, lila Hautverfärbungen, Übelkeit und Atemnot. Da der Wirkstoff lange im Körper verbleibt, muss ein Zeitraum von mindestens 4 Tagen vor und nach der Mahlzeit strikt alkoholfrei bleiben!
Sammler-Berichte
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