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giftig
Wachstumszeit / Monate:
Ja
Fe
Mä
Ap
Ma
Ju
Ju
Au
Se
Ok
No
De
Wiss. Begriff:
Entoloma vernum
Weitere Bezeichnungen:
Frühlingsglöckling, Frühlings-Rötling, Frühlings-Glöckling
Wissenswertes:
Der Frühlings-Giftrötling (auch Frühlings-Rötling genannt) ist ein tückischer Giftpilz, der bereits ab März, meist jedoch im April und Mai, erscheint. Er wächst bevorzugt auf Wiesen, in Parkanlagen und in lichten Laubwäldern, oft in der Nähe von Gebüschen (Rosengewächsen).
Giftigkeit und Symptome: Der Pilz enthält noch nicht vollständig identifizierte Gifte, die ein schweres gastrointestinales Syndrom auslösen. Die Symptome treten meist ein bis vier Stunden nach der Mahlzeit auf und äußern sich in heftigem Erbrechen, kolikartigen Bauchschmerzen und starken Durchfällen. Aufgrund des massiven Flüssigkeits- und Elektrolytverlustes besteht für Kinder, Senioren und geschwächte Personen akute Lebensgefahr durch Kreislaufkollaps.
Wichtige Bestimmungsmerkmale: Ein markantes Merkmal der Gattung der Rötlinge ist das rosafarbene Sporenpulver, welches die Lamellen bei reifen Exemplaren schmutzig-rosa färbt. Der Hut ist meist kegelig bis glockig, oft mit einem kleinen Buckel in der Mitte, und zeigt eine hygrophane (wasserzügige) Oberfläche, die bei Trockenheit seidig glänzt.
Verwechslungsgefahr: Die gefährlichste Verwechslung erfolgt mit dem essbaren Mairitterling (Calocybe gambosa). Dieser unterscheidet sich jedoch durch sein weißes Sporenpulver, einen deutlich kräftigeren Wuchs und einen intensiven Geruch nach frischem Mehl oder Gurke. Auch Verwechslungen mit dem essbaren Schild-Rötling (Entoloma clypeatum) sind möglich, der jedoch meist etwas später im Jahr erscheint und ebenfalls einen mehlartigen Geruch aufweist.
Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
2.0 cm - 6.0 cm breit; hornbraun, schwarzbraun, trocken hell graubraun bis beigebraun; jung kegelig-glockig, bald ausgebreitet, gebuckelt, hygrophan, radialrinnig, matt, feucht fettig glänzend, Rand überstehend, insbesondere feucht auch schwach gerieft oder gekerbt
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Lamellen frei, breit, bauchig, lange blassgrau, später graurötlich
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 7.0 cm, max. Stielbreite 0.7 cm; hutfarben, längsfaserig, oft verdreht oder flach gedrückt, zerbrechlich, alt hohl
Fleisch:
schmutzig graubräunlich, dünn
Geschmack:
mild, pilzartig
Begleitpflanze:
keine Angabe
Vorkommen / Fundorte:
Laubwald Nadelwald Mischwald Parkanlagen unter Fichten Waldwiesen
Sammler-Berichte
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