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giftig
Wachstumszeit / Monate:
Ja
Fe
Mä
Ap
Ma
Ju
Ju
Au
Se
Ok
No
De
Wiss. Begriff:
Hebeloma crustuliniforme
Weitere Bezeichnungen:
Tonblasser Fälbling, Kleiner Rettichfälbling, Tongrauer Tränenfälbling, Kleiner Rettich-Fälbling
Wissenswertes:
Der Tongraue Tränenfälbling ist ein Mykorrhizapilz mit einem sehr breiten Spektrum an Partnerbäumen. Er wächst besonders häufig bei Birken, Buchen und Eichen, ist aber auch in Nadelwäldern bei Fichten zu finden. Er bevorzugt nährstoffreiche oder kalkhaltige Böden und erscheint oft in großen Gruppen oder Hexenringen von August bis November.
Giftigkeit und Wirkung: Der Pilz ist giftig. Er enthält verschiedene Terpene, die eine heftige Magen-Darm-Entzündung (Gastrointestinales Syndrom) auslösen. Die Symptome wie Übelkeit, heftiges Erbrechen und Durchfall treten meist ein bis drei Stunden nach der Mahlzeit auf. Ein spezifisches Gegengift gibt es nicht; die Behandlung erfolgt symptomatisch durch Flüssigkeitsersatz.
Bestimmungsmerkmale: Der Hut ist 4 bis 10 cm breit, ton- bis ockergelb (ähnlich einer Brotkruste, daher der lateinische Name crustuliniforme) und zum Rand hin oft heller. Die Oberfläche ist bei feuchtem Wetter schmierig. Das wichtigste Merkmal sind die „Tränen“: Bei feuchter Witterung scheiden die Lamellenschneiden klare Flüssigkeitströpfchen aus. Wenn diese eintrocknen, hinterlassen sie die von dir erwähnten charakteristischen braunen Flecken. Ein weiteres wichtiges Merkmal ist der Geruch: Der Pilz riecht intensiv und unverwechselbar nach frischem Rettich.
Verwechslungsgefahr: Er kann leicht mit essbaren Ritterlingen oder anderen Fälblingen verwechselt werden. Besonders tückisch ist die Ähnlichkeit zum Mairitterling (wenn er früh erscheint) oder zu hellen Fälblingen. Der intensive Rettichgeruch und die gefleckten Lamellen sind hier die sichersten Unterscheidungsmerkmale.
Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
4.0 cm - 8.0 cm breit; hell tonfarben, blass semmelfarben-ockerfarben; zunächst polsterförmig gewölbt, später ausgebreitet, oft mit flachem Buckel, Oberfläche feucht schleimig-schmierig, Mitte dunkler, Rand heller
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Lamellen ausgebuchtet angewachsen, untermischt, weißlich (jung) bis tonfarben (im Alter), Schneiden weißflockig, jung mit wasserhellen Tröpfchen, die beim Trocknen braune Flecken hinterlassen
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 8.0 cm, max. Stielbreite 1.5 cm; zylindrisch, weiß, feinflockig, meist gleichmäßig dick (Basis kann verdickt sein), im Alter meist hohl, jung vollfleischig, Basis mit wurzelartigem, weißem Fortsatz
Geruch:
schwach rettichartig bis fehlend
Geschmack:
bitter oder rettichartig
Sporen:
braun, elliptisch mit rauer Oberfläche
Begleitpflanze:
Krücken-Kegelmoos
Vorkommen / Fundorte:
Laubwald Nadelwald Mischwald Parkanlagen unter Pappeln Wiese / grasige Plätze
Doppelgänger:
⚠ Gefährliche Verwechslungen:
Sammler-Berichte
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