Der Blutmilchpilz ist einer der bekanntesten Vertreter der Schleimpilze. Er durchläuft eine erstaunliche Verwandlung: In seiner aktiven Phase lebt er als schleimiges, amöbenartiges Gebilde (Plasmodium) im Inneren von morschem Holz, wo er sich von Bakterien und Pilzsporen ernährt. Die kugeligen Fruchtkörper, die wir auf Baumstümpfen sehen, bilden sich erst zur Fortpflanzung. Sie sind anfangs leuchtend rosa bis orangerot und mit einer zahnpastaartigen, flüssigen Masse gefüllt. Bei Reife verfärben sie sich grau bis braun und das Innere wird zu einem staubigen Sporenpulver.
💡 Bestimmungs-Tipp: Der "Blut-Test"
Wenn man die jungen, rosafarbenen Kügelchen vorsichtig mit einem Stöckchen zerdrückt, tritt die namensgebende "Blutmilch" aus. Diese leuchtend orange-rote Flüssigkeit ist ein sicheres Erkennungsmerkmal. Die Kügelchen erreichen meist eine Größe von 3 bis 15 Millimetern und wachsen oft in großen Gruppen auf feuchtem Totholz.
🍳 Kulinarik-Hinweis: Ungenießbar
Wie alle Schleimpilze ist der Blutmilchpilz für die menschliche Ernährung absolut ungeeignet. Er besitzt keinen Speisewert und wird konsequent als ungenießbar eingestuft. In der Natur erfüllt er jedoch eine wichtige Rolle als "Waldpolizei", indem er Bakterienbestände auf Totholz reguliert.
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