Der Goldgelbe Zitterling ist ein auffälliger Farbtupfer an abgestorbenen Laubholzzweigen (besonders Buche und Hasel). Seine Konsistenz ist gallertartig-glibberig und bei feuchtem Wetter quillt er stark auf. Interessanterweise ist er ein Parasit: Er ernährt sich nicht direkt vom Holz, sondern parasitiert das Myzel von Zisternwerfen (Peniophora), die im Holz wachsen. Bei Trockenheit schrumpft der Pilz zu einer unscheinbaren, orangefarbenen Kruste zusammen, lebt aber beim nächsten Regen sofort wieder auf.
💡 Bestimmungs-Tipp: Struktur und Wirt
Achten Sie auf die kräftig goldgelbe bis dottergelbe Farbe und die hirnartig gewundenen, lappenreichen Fruchtkörper. Da er auf Laubholz wächst, grenzt ihn das vom ähnlich aussehenden Riesen-Gallerttrichterling ab, der am Boden im Nadelwald zu finden ist.
🍳 Kulinarik-Hinweis: Essbar, aber geschmacksneutral
Entgegen älterer Literatur, die ihn teils als ungenießbar oder schwach giftig einstufte, gilt der Goldgelbe Zitterling heute als essbar. Er ist jedoch nahezu geschmacksneutral und hat eine gewöhnungsbedürftige Konsistenz. In der asiatischen Küche werden verwandte Arten geschätzt. Er kann Suppen beigefügt werden, wo er vor allem für eine besondere Textur und optische Akzente sorgt.
Sammler-Berichte
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