Ein weiterer Blick auf das gesamte Gebilde. In diesem Fall handelt es sich um ein Exemplar im relativ jungen bis mittlerem Alter. Die Poren wirken bildbedingt deutlich größer als sie in der Wirklichkeit sind.
Eine weitere Ansicht auf das etwas ältere Exemplar. Zu erkennen ist auch, dass der Pilz von einem anderen Pilz (z. B. eine Art Schimmel) befallen wurde.
Die Großporige Datronie ist ein spezialisierter Holzzersetzer, der vor allem an abgestorbenen Ästen und Stämmen von Laubhölzern (häufig Buche) zu finden ist. Er verursacht im Holz eine aktive Weißfäule, bei der das Lignin abgebaut wird und das Holz eine faserige, helle Struktur bekommt. Der Pilz bildet meist flach am Substrat anliegende (resupinate) Fruchtkörper aus, die am Rand oft kleine, dunkle Hutkanten formen. Die Oberseite dieser Kanten ist feinfilzig und dunkelbraun bis schwarzbraun gefärbt.
💡 Bestimmungs-Tipp: Porenstruktur Das markanteste Merkmal ist die namensgebende Porenunterseite. Die Poren sind für die Größe des Pilzes auffällig groß, eckig bis langgezogen (daedaloid) und haben eine grau-braune bis ockerfarbene Tönung. Bei jungen Exemplaren wirken die Poren oft fast silbrig überhaucht.
🍳 Kulinarik-Hinweis: Bedeutungslos Die Großporige Datronie hat eine zähe, korkig-lederige Konsistenz und besitzt keinerlei Speisewert. Sie wird als ungenießbar eingestuft und spielt in der Küche keine Rolle.
📜 Steckbrief
Wiss. Begriff:
Datronia mollis
Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
15.0 cm - 99.9 cm breit; erst ocker, alt dunkelbraun bis fast schwarz; resupinat bis effuso-reflex, bis 15 cm breit, Hüte schmal, lederig, bis 1,5 cm abstehend, Oberfläche der Huthaut zoniert, feinfilzig, alt verkahlend, leicht ablösbar
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Röhren 0.5 - 5 mm lang, Poren 1-2 pro mm, unregelmäßig, eckig, lang gezogen, labyrinthisch-zähnchenartig, jung hellocker, auf Druck bräundend
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 0.0 cm, max. Stielbreite 0.0 cm; kein Stiel vorhanden
Fleisch:
Trama dünn, holzig, korkig-zäh, , im Querschnitt mit schwarzer Linie unterhalb des Hutfilzes
Geruch:
unbedeutend
Geschmack:
unbedeutend
Sporen:
weiß, zylindrisch, glatt
Boden:
Holz
Begleitpflanze:
Moschuskraut
Vorkommen / Fundorte:
Laubholzan / auf Baumstümpfenauf Laubholzresten
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
✘Fruchtkörper: Meist flach am Substrat anliegend (resupinat) oder mit schmalen, abstehenden Hutkanten; Oberseite dunkelbraun bis schwärzlich, fein samtig-filzig.
✘Poren: Auffallend groß und unregelmäßig (eckig-labyrinthisch); hellgrau bis beige-bräunlich; im Alter oft eingerissen.
✘Fleisch: Zäh, ledrig-korkig; sehr dünn, mit einer dunklen Trennschicht zwischen Hutoberfläche und Trama.
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
GROSSE POREN & DUNKLER HUTRAND:
Die Datronie ist gut an ihren für die Fruchtkörpergröße erstaunlich **weiten, eckigen Poren** zu erkennen. Charakteristisch ist zudem die dunkle, fast schwarze Oberseite der oft nur geringfügig ausgebildeten Hutkanten, die einen deutlichen Kontrast zur helleren Porenschicht bilden.
Doppelgänger:
Bisher keine Doppelgänger hinterlegt. Achtung: Das bedeutet nicht, dass es keine gibt!
Sammler-Berichte
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