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Herbst-Lorchel

(Helvella crispa)

📖 Schlauchpilze
📷 Pilzbilder

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Speisewert: giftiggiftig
Pilzgifte:
Gyromitrin
Wachstumszeit / Monate:
Ja
Fe
Ap
Ma
Ju
Ju
Au
Se
Ok
No
De
✨ Wissenswertes
⚠ Giftigkeit & Warnhinweise:
Die Herbstlorchel wird heute als giftverdächtig eingestuft. Sie enthält Spuren von Gyromitrin (einem Zellgift) und verursacht bei vielen Menschen zudem individuelle Unverträglichkeiten. Vom Verzehr wird daher dringend abgeraten.
🍂 Wissenswertes zum Giftgehalt:
Früher wurde angenommen, dass das Gift durch langes Erhitzen oder Trocknen vollständig entweicht. Da Gyromitrin jedoch krebserregend und leberschädigend wirken kann, gilt sie in der modernen Pilzkunde nicht mehr als Speisepilz.
🔬 Bestimmungs-Tipp:
Achten Sie auf den Stiel: Er ist steif, tief längsgefurcht und besitzt scharfkantige Rippen. Der Hut ist sattel- oder läppchenförmig und oft wellig verbogen. Im Gegensatz zur giftigen Frühjahrslorchel tritt sie erst ab September auf.
📜 Steckbrief
Wiss. Begriff:
Helvella crispa
Weitere Bezeichnungen:
Helvella pithyophila, Krause Lorchel, Herbstlorchel
Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
1.0 cm - 4.0 cm breit; weißlich, hellgelblich, hellbräunlich; sattelförmig, unregelmäßig zwei- bis dreilappig, Lappen am Rand aufgebogen, nicht mit dem Stiel verwachsen, der gesamte Fruchtkörper kann bis zu 15 cm (in Ausnahmen bis zu 25 cm) hoch werden
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
praktisch wie die Hutoberseite beschaffen
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 7.0 cm, max. Stielbreite 4.0 cm; längsrippig gefurcht mit länglichen Kammern, weißlich
Fleisch:
weißlich, dünn, brüchig
Geruch:
angenehm
Geschmack:
angenehm
Sporen:
weißlich, elliptisch, glatt, hyalin, mit großem Ölftropfen
Boden:
Kalkboden
Begleitpflanze:
Waldmeister
Vorkommen / Fundorte:
Laubwald Mischwald Parkanlagen Waldwiesen Gebüsch auf Wegen unter Fichten unter Buchen unter Eichen unter Kiefern unter Birken unter Eschen unter Erlen
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
  • Hut: 2-6 cm breit; unregelmäßig gelappt oder sattelförmig verbogen; cremeweiß bis hellbeige; Rand meist frei (nicht mit dem Stiel verwachsen).
  • Stiel: Auffallend tief längsgerippt und gefurcht (fast wie eine antike Säule); weißlich; innen mit hohlen Kammern.
  • Fleisch: Dünn, brüchig und wachsartig; Geruch unauffällig bis schwach würzig, im Alter unangenehm.
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
SATTELFORM & LÄNGSRIPPEN: Die Kombination aus dem hellen, sattelförmigen Hut und dem tief gefurchten, kammerig-hohlen Stiel ist charakteristisch. Im Gegensatz zur Gruben-Lorchel ist sie insgesamt deutlich heller gefärbt. Vorsicht: Roh ist der Pilz stark giftig!
EXTERNER MEDIENINHALT
Bestimmungs-Video: Die Herbst-Lorchel (YouTube)
Hinweis: Dieses Video stammt von einem Drittanbieter auf YouTube und ist kein Angebot von Mushroom-Toxin.de.
Doppelgänger:
VORSICHT: Doppelgänger & Verwechslungen
⚠ Gefährliche Verwechslungen:
Sattelförmige Lorchel
schwach giftig
🔍 Unkritische Verwechslungen:
Elastische Lorchel
ungenießbar

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