Der Grünlichgraue Dachpilz ist ein spezialisierter Holzzersetzer, der vor allem an morschem Laubholz wie Weiden, Erlen oder Buchen zu finden ist. Er zeichnet sich durch seinen grau-silbrigen Hut aus, der in der Mitte oft eine charakteristische grünlich-blaue oder olivfarbene Tönung aufweist. Diese Verfärbung ist ein Indiz für die enthaltenen Wirkstoffe. Wie alle Dachpilze besitzt er einen Stiel, der leicht vom Hut trennbar ist (Freiblätterpilz), und rosa gefärbtes Sporenpulver, das die Lamellen im Alter fleischrosa färbt.
💡 Bestimmungs-Tipp: Stielbasis und Lamellen
Achten Sie auf die Stielbasis: Diese weist oft bläuliche oder grünliche Flecken auf, besonders wenn der Pilz berührt wurde. Die Lamellen stehen frei, das heißt, sie erreichen den Stiel nicht direkt. Dies ist ein wichtiges Gattungsmerkmal der Dachpilze und unterscheidet sie von vielen ähnlich aussehenden Ritterlingen oder Rötlingen.
âš ACHTUNG: Giftig / Psychoaktiv
Der Grünlichgraue Dachpilz enthält das halluzinogene Alkaloid Psilocybin (und Psilocin). Der Verzehr führt zu Rauschzuständen, Wahrnehmungsstörungen und köperlichen Symptomen wie Schwindel oder Herzrasen. Aufgrund der unvorhersehbaren Wirkstoffkonzentration und der Verwechslungsgefahr mit tödlich giftigen Arten ist vom Konsum dringend abzuraten. Der Pilz ist gesetzlich als nicht verkehrsfähig eingestuft.
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