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ungenießbar
Wachstumszeit / Monate:
Ja
Fe
Mä
Ap
Ma
Ju
Ju
Au
Se
Ok
No
De
Wiss. Begriff:
Tricholoma inamoenum
Weitere Bezeichnungen:
Nadelwald-Gas-Ritterling, Nadelwaldgasritterling, Nadelwald-Gasritterling, Nadelwaldgas-Ritterling
Wissenswertes:
Der Lästige Ritterling ist ein typischer Bewohner montaner Nadelwälder und bevorzugt kalkhaltige Böden unter Fichten. Sein Hut ist silbrig-grau bis bleigrau, oft mit einer leichten Lilatönung, und im Alter häufig mit dunkleren, eingewachsenen Fasern durchzogen. Das markanteste Merkmal ist jedoch seine "Persönlichkeit": Er verströmt einen unangenehmen, erdigen bis stechenden Geruch und schmeckt nach längerem Kauen deutlich scharf und bitter. Da er fast ausschließlich in Höhenlagen ab ca. 600 m vorkommt, begegnet man ihm im Flachland so gut wie nie.
⚠ Achtung: Ungenießbar & Verwechslungsgefahr
Aufgrund seines scharfen und bitteren Geschmacks ist der Lästige Ritterling ungenießbar. Zudem steht er im Verdacht, bei empfindlichen Personen Magen-Darm-Beschwerden auszulösen. Eine Verwechslung mit dem essbaren Schwarzschuppigen Ritterling oder dem tödlich giftigen Tiger-Ritterling ist möglich. Die dunkle Lamellenschneide (oft schwarz punktiert) und die bittere Schärfe sind wichtige Bestimmungsmerkmale.
🍳 Kulinarik-Hinweis: Finger weg!
Dieser Pilz hat in der Küche absolut nichts zu suchen. Sein widerlicher Geruch, der sich beim Erhitzen oft noch intensiviert, würde jedes Gericht ungenießbar machen. Wer ihn versehentlich mit Speisepilzen mischt, riskiert eine verdorbene Mahlzeit und gesundheitliches Unwohlsein. Er dient höchstens dazu, die Sinne für die Vielfalt der (unangenehmen) Pilzaromen zu schärfen.
Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
4.0 cm - 8.0 cm breit; weißlich, weilgelblich; anfangs halbkugelig, später gewölbt-ausgebreitet, mit schwachem Buckel, Oberfläche seidig, kahl, matt, Hutmitte dunkler, Rand glatt
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Lamellen ausgebuchtet am Stiel angewachsen, weißlich bis blassgelb, entfernt stehend und breit
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 12.0 cm, max. Stielbreite 2.0 cm; schlank, weißlich, voll, längsfaserig, zur Basis hin meist schmutzig-bräunlich
Geruch:
leutchgasartig, widerlich
Geschmack:
kohlartig, ranzig oder bitter
Sporen:
weiß, mandelförmig, hyalin
Begleitpflanze:
Grünstängelmoos
Vorkommen / Fundorte:
Nadelwald unter Fichten Bergwälder
Sammler-Berichte
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