Der Ulmenrasling ist ein stattlicher Baumpilz, der oft in beträchtlicher Höhe an lebenden Laubbäumen, insbesondere an Ulmen, wächst. Er erscheint meist büschelig aus Wundstellen oder Astlöchern. Charakteristisch ist sein kräftiger, oft exzentrisch sitzender Stiel und die häufig wasserfleckig marmorierte Hutoberfläche. Da die Ulmenbestände in Europa durch das Ulmensterben massiv dezimiert wurden, hat auch der Ulmenrasling seinen primären Lebensraum weitgehend verloren. Er gilt heute als Seltenheit und sollte aus Gründen des Artenschutzes unbedingt geschont werden.
💡 Bestimmungs-Tipp: Standort & Struktur
Verwechseln Sie den Ulmenrasling nicht mit dem häufigen Austernseitling. Der Ulmenrasling hat Lamellen, die am Stiel ausgebuchtet angewachsen sind (Ritterlingsspalte), während sie beim Austernseitling weit am Stiel herablaufen. Zudem ist das Fleisch des Ulmenraslings sehr fest und zäh, besonders im Bereich des Stiels. Sein Vorkommen an noch lebenden Stämmen ist ebenfalls ein wichtiger Hinweis.
🍳 Kulinarik-Hinweis: Essbar, aber schutzbedürftig
Obwohl der Pilz ungiftig ist, gilt er kulinarisch als eher minderwertig, da sein Fleisch schnell eine sehr zähe, fast holzige Konsistenz annimmt. Sein Geschmack ist mild, aber wenig ausgeprägt. Angesichts seiner Seltenheit und des geringen Speisewerts sollte auf das Sammeln für die Küche verzichtet werden. Wer ihn dennoch probiert, sollte nur sehr junge Exemplare verwenden und diese lange schmoren.
Sammler-Berichte
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