Der Beschleierte Zwitterling ist ein kleiner, interessanter Pilz mit einer außergewöhnlichen Lebensweise: Er ernährt sich parasitär von anderen Pilzen. Man findet ihn ausschließlich auf den verrottenden Fruchtkörpern von großen Täublingen (besonders Schwärz-Täublingen) und Milchlingen. Der Hut ist anfangs weißlich-seidig und mit einem feinen Schleier überzogen, verfärbt sich aber im Alter durch die Bildung von bräunlichem Sporenstaub (Chlamydosporen) schmutzig grau-braun. Da er seine Wirte regelrecht überwuchert, findet man ihn meist in dichten Gruppen auf den schwarzen Überresten der Vorjahres- oder Vorwochenpilze.
💡 Bestimmungs-Tipp: Der Wirt entscheidet
Das sicherste Merkmal ist der Standort: Wenn Sie kleine, gräuliche Pilze auf den verfaulten, oft schwarzen Resten von großen Blätterpilzen entdecken, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen Zwitterling. Im Gegensatz zu seinem nahen Verwandten, dem Stäubenden Zwitterling, bleibt die Hutoberfläche beim Beschleierten Zwitterling eher glatt oder seidig und zerfällt nicht in ein grobes, braunes Pulver.
🍳 Kulinarik-Hinweis: Ungenießbar
Aufgrund seiner geringen Größe, seiner Konsistenz und vor allem seines Standortes auf faulenden Pilzresten ist der Beschleierte Zwitterling kein Speisepilz. Er hat zudem einen eher unangenehmen, leicht mehligen bis ranzigen Geruch.
Sammler-Berichte
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