📷 Pilzbilder
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schwach giftig
Wachstumszeit / Monate:
Ja
Fe
Mä
Ap
Ma
Ju
Ju
Au
Se
Ok
No
De
Der Herbe Zwergknäueling ist ein kleiner, muschelförmiger Seitling, der oft in großen Scharen an abgestorbenem Laubholz, besonders an Eichen und Buchen, zu finden ist. Die Fruchtkörper sind zäh und lederig. Einzigartig ist seine Fähigkeit zur Biolumineszenz: Sowohl das Myzel als auch die Fruchtkörper (insbesondere die Lamellen) können im Dunkeln ein schwaches, grünliches Licht ausstrahlen. Der Pilz ist zudem sehr trockenheitsresistent; er schrumpft bei Wassermangel ein und lebt bei Feuchtigkeit sofort wieder auf.
⚠Speisewert: Ungenießbar
Aufgrund seiner extrem zähen Konsistenz und des brennend scharfen, bitteren und zusammenziehenden Geschmacks ist der Pilz absolut ungenießbar. Er wird zudem oft als schwach giftig eingestuft, da er Magen-Darm-Beschwerden verursachen kann.
✨ Wissenswertes: Das Leuchten des Waldes
Das Leuchten entsteht durch eine chemische Reaktion (Luciferin-Luciferase-System). Um es wahrzunehmen, benötigen die Augen einige Minuten Gewöhnungszeit an die völlige Dunkelheit. In Europa ist dieses Phänomen bei dieser Art jedoch oft schwächer ausgeprägt als bei amerikanischen Verwandten.
Wiss. Begriff:
Panellus stipticus
Weitere Bezeichnungen:
Panellus stypticus, Eichen Zwergknäueling, Bitterscharfer Zwergknäueling, Bitterer Muschelseitling, Eichen-Zwergknäueling
Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
1.0 cm - 4.0 cm breit; bräunlich, gelb, ockergelb, blassbeige; halbkreis- bis muschelförmig, abgeflacht, Oberfläche matt, fein kleiig-schuppig, schwach konzentrisch gezont, klebrig, Rand jung eingerollt, später wellig, gekerbt-gerillt, büschelig oder dachziegelartig wachsend
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Lamellen deutlich vom Stiel abgesetzt, zimtbräunlich bis hellbräunlich, dicht stehend, gegabelt, am Grund mit Anastomosen, klebrig
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 2.0 cm, max. Stielbreite 0.7 cm; meist seitlich stehend, hellbeige bis ockerbräunlich, fein kleiig-schuppig, voll, elastisch, zu den Lamellen hin verbreitert
Fleisch:
hellbraun, dünn, elastisch
Geschmack:
herb, kratzend, bitter
Sporen:
weiß, elliptisch, glatt, hyalin, amyloid
Vorkommen / Fundorte:
Laubwald Laubholz an Eichenstämmen an / auf Baumstümpfen
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
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Hut: 1-4 cm breit; fächer- oder nierenförmig; hellbraun bis ocker-beige; Oberfläche fein schuppig oder kleiig aufgerissen; Rand oft wellig.
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Lamellen: Sehr schmal und dicht stehend; ockerfarben; charakteristisch queradrig verbunden; am Stielansatz abrupt endend.
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Stiel: Sehr kurz (0,5-2 cm) und exzentrisch (seitlich) angesetzt; zum Hut hin verbreitert; farblich wie der Hut.
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
ZÄHE KONSISTENZ & HERBER GESCHMACK:
Er wächst oft in großen, dachziegelartig übereinanderliegenden Gruppen an Totholz. Er ist extrem lederig-zäh (lässt sich kaum zerreißen). Ein Tropfen Wasser auf die Lamellen und anschließendes Probieren (ausspucken!) offenbart einen sofortigen, **zusammenziehend-herben (adstringierenden)** Geschmack im Rachen.
Doppelgänger:
⚠ VORSICHT: Doppelgänger & Verwechslungen
Sammler-Berichte
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