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schwach giftig
Wachstumszeit / Monate:
Ja
Fe
Mä
Ap
Ma
Ju
Ju
Au
Se
Ok
No
De
Wiss. Begriff:
Entoloma nitidum
Weitere Bezeichnungen:
Stahlblauer Nitrat-Rötling, Stahlblauer Nitratrötling
Wissenswertes:
Der Stahlblaue Rötling ist ein prachtvoller Bewohner moosiger Nadelwälder. Sein Hut ist tief stahlblau bis dunkelviolett, oft mit einem seidigen Glanz und einer charakteristischen, spitzen oder stumpfen Erhebung in der Mitte (Buckel). Im Gegensatz zu vielen anderen Rötlingen ist sein Stiel recht kräftig, längsfaserig und behält seine schöne blaue Farbe oft lange bei. Die Lamellen sind anfangs weißlich bis hellgrau und verfärben sich erst spät durch das reifende Sporenpulver in ein zartes Rosa. Er ist ein typischer Anzeiger für saure, ungestörte Waldstandorte.
⚠ Giftigkeit & Medizinische Aspekte
Der Stahlblaue Rötling ist
kein Speisepilz.
- Wirkung: Er gilt als giftverdächtig und kann Magen-Darm-Beschwerden hervorrufen.
- Forschung: Interessanterweise wurden in Laborstudien Inhaltsstoffe (Polysaccharide) isoliert, die eine krebshemmende Wirkung zeigten. Dies bedeutet jedoch keinesfalls, dass der Pilz verzehrt werden darf – die Giftstoffe überwiegen!
🍳 Vorbereitung zur Bestimmung
Da er nicht für die Küche geeignet ist, konzentriert sich der Umgang auf die sichere Identifizierung im Feld.
- Stiel-Check: Der Stiel ist beim Stahlblauen Rötling oft auffällig blau und nicht so zerbrechlich wie bei vielen anderen Glöcklingen.
- Geruchsprobe: Er riecht meist unbedeutend oder leicht pilzig, was ihn von tranig oder mehlig riechenden Arten unterscheidet.
Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
2.0 cm - 5.0 cm breit; schwarzblau, dunkelblau, stahlblau; anfangs konisch-glockig, dann glockig-ausgebreitet mit einem stumpfen Buckel, Oberfläche eingewachsen radialfaserig, matt, glatt, alt etwas ausblassend, Rand nach unten gebogen und nicht gerieft
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Lamellen ausgebuchtet angewachsen, etwas entfernt stehend, bauchig, erst weißlich, später vom Sporenpulver fleischfarben-rosalich gefärbt
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 6.0 cm, max. Stielbreite 0.6 cm; zylindrisch, zur Basis hin breiter wertend, striegelig ind weiß, oberhalb hutfarben, hell längsfaserig gestreift, hohl bis wattig ausgestopft, zerbrechlich
Fleisch:
weiß, weich, dünn
Sporen:
rosabraun, rundlich-kantig
Begleitpflanze:
Rippenfarn, Torfmoose, Heidelbeere
Vorkommen / Fundorte:
Nadelwald Mischwald an/in Mooren Bergwälder
Sammler-Berichte
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