Blick von schräg oben. Die Hutoberflächen zeigen sich insbesondere feucht in bräunlichen Farbtönen. Die eingerissenen Hutränder der älteren Exemplare sind typisch.
Blick von oben. Typisch ist die breite Bucklung. Auch die feine Riefung insbesondere im feuchten Zustand lässt sich gut erkennen. Ein sehr wichtiges Bestimmungsmerkmal ist zudem das büschelige Wachstum (gemeinsame Basis).
Blick auf die Hutunterseite. Die Lamellen zeigen sich in bräunlichen (insbesondere im Alter) Farbtönen und sind ausgebuchtet angewachsen. Gut zu erkennen ist auch der extrem zerbrechliche weiße bis weißliche Stiel.
Blick auf die Hutunterseite. Die Lamellen zeigen sich in bräunlichen (insbesondere im Alter) Farbtönen und sind ausgebuchtet angewachsen. Gut zu erkennen ist auch der extrem zerbrechliche weiße bis weißliche Stiel.
Der Büschelige Faserling (Psathyrella multipedata) ist ein kleiner, aber durch sein gehäuftes Auftreten im Feld unübersehbarer Pilz. Der Hut wird 1–4 cm breit, ist feucht dunkelbraun bis zimtbraun und trocknet hygrofan zu einem blassen Beige- bis Grauweiß aus. Das prägendste Merkmal ist die Wuchsform: Die zarten, hohlen, weißlichen Stiele sind an der Basis zu dichten, vielköpfigen Büscheln fest miteinander verwachsen, die tief im Boden oder Holzmulm verankert sind. Die Lamellen verfärben sich mit zunehmender Sporenreife von gräulich zu dunkelbraun mit einem leichten Purpurstich.
🍄 Speisewert: Ungenießbar Der Büschelige Faserling hat keinen Speisewert.
Kulinarik: Das Fleisch ist extrem dünn, wässrig, mürbe und völlig geschmacksneutral.
Verwechslungsgefahr: Wegen der schwierigen Abgrenzung zu anderen Faserlingen und Häublingen ist vom Verzehr zartfleischiger Büschelpilze grundsätzlich abzusehen.
🍂 Ökologie & Standort: Ein Saprobiont, der auf humusreichen Böden, holzdominiertem Detritus, Parkanlagen, Waldwegen und an lichten Waldrändern wächst. Er ist mit Holzresten von Rotbuche, Eiche, Esche und anderen Laubgehölzen assoziiert. Erscheinungszeit: Hauptsächlich von Juli bis November.
🔬 Bestimmungs-Tipp:Basis-Verwachsung prüfen
Graben Sie vorsichtig an der Basis des Büschels: Die Stiele entspringen einem einzigen, tief sitzenden, wurzelartigen Strunk (Name: multipedata = vielfüßig). Zusammen mit dem dunklen, purpurbraunen Sporenpulver unterscheidet ihn dieses Merkmal von vielen anderen Faserlingen.
1.0 cm - 5.0 cm breit; dattelbraun bis dunkelbraun, feucht rotbraun, trocken blass beige, cremegelb bis hellbraun; jung kegelig bis glockig, später aufschirmend mit breitem Buckel. Rand im feuchten Zustand fein gerieft, hygrophan, im Alter oft leicht eingerissen.
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Lamellen jung blass graubraun, später schokoladenbraun bis dunkel purpurbraun mit weißlicher Schneide. Dicht stehend, ausgebuchtet angewachsen.
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 14.0 cm, max. Stielbreite 0.5 cm; zylindrisch, hohl, sehr zerbrechlich, seidenmatt-weißlich bis blass cremefarben. An der Basis tief im Boden dicht mit den Stielen anderer Exemplare zu einem festen Büschel verwachsen.
Fleisch:
weißlich bis blassbräunlich, sehr dünn, wässrig, brüchig
Geruch:
unbedeutend bis leicht pilzig
Geschmack:
unbedeutend bis mild
Sporen:
dunkelbraun bis schwärzlich-purpurbraun, glatt, länglich-ellipsoid
Boden:
nährstoffreicher Boden, humusreich, kalk- oder lehmhaltig, vergrabenes Holz
✔Hut: Kegelig bis glockig, feucht hellbraun bis dunkelbraun, trocken stark ausblasend zu creme-beige oder weißlich (hygrophan).
✔Lamellen: Dicht stehend, jung blassgrau, später durch Sporenreifung dunkelbraun bis schokoladenbraun.
✔Stiel & Wuchs: Schlank, hohl, sehr gebrechlich, weißlich; wächst charakteristisch in extrem dichten, vielstieligen Büscheln.
🔍 Bestimmungs-Tipps
BESTIMMUNGSTIPP: Das prägnanteste Merkmal des Büscheligen Faserlings ist das büschelige Wachsen in großen Gruppen, bei denen extrem viele Stiele an einer gemeinsamen Basis entspringen. Zudem sind die Fruchtkörper sehr gebrechlich und die Hüte verblassen beim Trocknen deutlich.
Sammler-Berichte
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