Frontalansicht. Die Innenseite ist deutlich dunkler als die Außenseite; da der Pilz aber äußerst runzelig werden kann ist es nicht immer gut zu erkennen was Innen- und was Außenseite ist.
Blick von oben. Der Pilz ist im Jungzustand selten so runzelig wie hier dieses ältere Exemplar. Im Jungzustand sind die Fruchtkörper meist becher- oder tellerförmig.
Nahansicht. Die Fruchtkörper besitzen zwei verschiebene Farben - eine Farbe geht ins bräunliche (auch mit rötlichen Nuancen) und eine Farbe geht ins weißliche bis cremefarbene.
Blick von oben. Die Fruchtkörper werden im Laufe der Zeit oft wellig-runzelig-aderig. Wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu potenziellen Doppelgängern ist der Fundort auf Nadelholz. Der äußerst ähnliche Morschelbecherling wächst z. B. hauptsächlich in kalkhaltigen Auwäldern auf Laubholz.
Die Größte Scheibchenlorchel (Discina ancilis, Syn.: Gyromitra ancilis) ist ein charakteristischer Frühjahrspilz. Die Fruchtkörper werden 3–15 cm breit und sind zunächst schüsselförmig, bevor sie sich flach scheiben- oder schalenförmig ausbreiten. Die Innenseite (Fruchtschicht) ist hellbraun, kastanienbraun bis nussbraun und oft runzelig bis adrig gefaltet. Die Außenseite ist deutlich blasser, weißlich bis blass-beigefarben. Ein eigentlicher Stiel fehlt meist oder ist nur als kurzer, rippiger Strunk ausgebildet, der tief im Holz oder Substrat verankert ist.
🍄 Speisewert: Essbar (Roh giftig) Guter Speisepilz, muss jedoch zwingend gut durchgegart werden.
Kulinarik: Besitz ein feines, leicht nussiges Aroma und eignet sich gut als Mischpilz im Frühjahr.
Zubereitungstipp: Der Pilz ist roh giftig! Er muss vor dem Verzehr ausreichend und maßvoll erhitzt werden (mindestens 15 Minuten durchbraten oder kochen), um die Magen-Darm-toxischen Inhaltsstoffe vollständig zu zerstören.
🍂 Ökologie & Standort: Ein Folgezersetzer (Saprobiont) an morschem Nadelholz, besonders an alten Baumstümpfen, liegenden Stämmen oder holzreichem Boden. Sie bevorzugt Fichte und Kiefer, selten wächst sie auch an Laubholz wie Rotbuche. Erscheinungszeit ist das zeitige Frühjahr von März bis Juni (oft zusammen mit Morcheln).
Achten Sie im Frühjahr auf braune, teller- bis ohrenförmige Scheiben auf morschem Nadelholz. Die hirnartig bis adrig gewölbte Mitte der Scheibeninnenseite unterscheidet sie von glatten Becherlingen.
3.0 cm - 15.0 cm breit; Oberseite rotbraun, kastanienbraun, dattelbraun bis hazelnutbraun; Unterseite deutlich blasser, cremefarben bis weißlich-rosa; Schüsselförmig, teller- bis scheibenartig ausgebreitet, im Alter oft unregelmäßig gewellt, runzelig und faltig mit verbogenem Rand.
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
keine Lamellen oder Poren; glatte bis leicht mehlige, blass-weißliche bis rosa-cremefarbene Außenseite mit hervortretenden Adern/Rippen.
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 3.0 cm, max. Stielbreite 3.0 cm; sehr kurz, oft tief im Substrat eingesenkt. Dicker, rippiger, furchiger und weißlicher bis blasscremefarbener Stielansatz; oft kaum als Stiel wahrnehmbar.
Fleisch:
weißlich, brüchig, wachsartig, dünn bis mäßig dick
Geruch:
unbedeutend
Geschmack:
mild, nussartig
Sporen:
weißlich bis blass gelblich, elliptisch, spindelförmig, recht groß, besitzen an beiden Enden ein auffälliges, spitzes, durchscheinendes Anhängsel. Die Oberfläche reifer Sporen ist netzartig strukturiert (retikuliert). Die Oberfläche reifer Sporen ist netzartig strukturiert (retikuliert).
Boden:
morschiges Holz
Begleitpflanze:
keine Angabe
Vorkommen / Fundorte:
NadelholzBergwälderan / auf Baumstümpfen
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
✔Fruchtkörper: Bis zu 15 cm breit; jung becherförmig, später scheiben- oder tellerförmig ausgebreitet, oft gewellt bis runzelig; Innenseite (Fruchtschicht) hellbraun, rotbraun bis dunkelbraun.
✔Außenseite & Stiel: Außenseite blasser, cremefarben bis weißlich, oft rippig-adrig; Stiel sehr kurz, dick, tief gerippt und fest im Substrat verankert.
✔Wuchsform & Vorkommen: Im Frühjahr (ca. März bis Juni) typischerweise als Folgezersetzer direkt auf morschem Nadelholz (vor allem Fichten- und Kiefernstümpfe).
⚠ GIFTWARNUNG (GYROMITRIN)
Die Scheibchenlorchel enthält den leber- und nierenschädigenden Giftstoff Gyromitrin. Auch wenn das Gift beim Erhitzen teilweise abgebaut wird, verbleiben Restrisiken. Vom Verzehr wird dringend abgeraten! Roh ist der Pilz stark giftig; keinesfalls Geschmacksprüfungen durchführen.
🔍 Bestimmungs-Tipps
BESTIMMUNGSTIPP: Die Scheibchenlorchel wächst im Gegensatz zum verwechselbaren Morchelbecherling direkt auf morschem Nadelholz und besitzt einen vollkommen neutralen Geruch (der Morchelbecherling riecht stechend nach Chlor). Zudem hat sie eine adrig-gerippte Unterseite und erscheint bereits sehr früh im Frühjahr.
Sammler-Berichte
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