Der Samtfußkrempling ist ein imposanter Bewohner unserer Nadelwälder. Er wächst fast ausschließlich auf morschen Baumstümpfen oder vergrabenem Totholz von Nadelbäumen (bevorzugt Kiefer und Fichte). Sein markantestes Kennzeichen ist der namensgebende Stiel: Dieser ist kurz, meist dickbauchig und von einem tiefdunkelbraunen bis fast schwarzen, samtig-filzigen Belag überzogen. Der Hut ist oft unregelmäßig geformt, oliv- bis dunkelbraun und kann einen Durchmesser von bis zu 30 cm erreichen.
💡 Bestimmungs-Tipp: Die Lamellenprobe
Obwohl er wie ein massiver Röhrling wirken kann, besitzt er Lamellen. Diese sind gelblich, stehen recht dicht und laufen deutlich am Stiel herab. Typisch für Kremplinge lassen sie sich leicht mit dem Finger vom Hutfleisch wegschieben. Bei Druck verfärben sie sich langsam braun-fleckig.
🍳 Kulinarik-Hinweis: Ungenießbar bis giftverdächtig
Der Samtfußkrempling wird heute als ungenießbar eingestuft. Er schmeckt oft bitter und kann bei empfindlichen Personen Magen-Darm-Beschwerden auslösen. Im Gegensatz zu seinem berüchtigten Verwandten, dem Kahlen Krempling, ist er zwar nicht lebensgefährlich giftig, aber für die Küche völlig ungeeignet.
Sammler-Berichte
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