Mushroom-Toxin.de - Dein Portal für Pilzbestimmung
Startseite | Suche > Struppiger Risspilz
Anzeige

Nebenbei Geld verdienen

Teile deine Meinung und lass dich dafür bezahlen. Sicher & seriös bei Bezahlte-Online-Umfragen.de

Jetzt kostenlos anmelden ›

Struppiger Risspilz

(Inocybe lacera)

📖 Lamellenpilze
📷 Pilzbilder

🔍 Zum Vergrößern auf ein Bild tippen

Speisewert: giftiggiftig
Pilzgifte:
Muscarin
Wachstumszeit / Monate:
Ja
Fe
Ap
Ma
Ju
Ju
Au
Se
Ok
No
De
✨ Wissenswertes

Der Struppige Risspilz (Inocybe lacera) ist ein kleiner bis mittelgroßer, stark giftiger Blätterpilz aus der Familie der Risspilzverwandten (Inocybaceae). Der Hut wird 1,5–5 cm breit, ist zunächst kegelig bis glockig, später flach ausgebreitet mit stumpfem Buckel. Die Oberfläche ist charakteristisch struppig-schuppig, grobfaserig aufgerissen und zeigt eine erdbraune, graubraune bis nussbraune Färbung. Die Lamellen stehen gedrängt, sind zunächst blass gräulich-weiß und verfärben sich zur Sporenreife schmutzig braun bis zimtbraun mit feinst bewimperter Schneide. Der Stiel ist zylindrisch, faserig und blass braun.

⚠ Giftwarnung: Giftig / Muscarin-Synodrom
Der Struppige Risspilz ist stark giftig.
  • Toxizität: Enthält hohe Mengen des Nervengifts Muscarin. Das Gift wirkt direkt auf das parasympathische Nervensystem.
  • Symptome: Bereits wenige Minuten bis 2 Stunden nach der Aufnahme kommt es zu extremem Speichel- und Tränenfluss, starken Schweißausbrüchen, Sehstörungen (Pupillenverengung), Erbrechen, Bauchkrämpfen und Blutdruckabfall. Bei hohen Dosen besteht Lebensgefahr durch Herzversagen oder Lungenödem.
  • Sammelhinweis: Sämtliche braunfaserigen Risspilze sind für die Küche strikt zu meiden.
🍂 Ökologie & Standort:
Ein Mykorrhizapilz, der vor allem mit Nadelbäumen wie Kiefer, Fichte und Lärche, seltener auch mit Laubbäumen wie Sandbirke, Rotbuche oder Eiche Symbiosen eingeht. Er bevorzugt saure, sandige, nährstoffarme und oft gestörte Böden. Häufig findet man ihn an Wegrändern, in Sandgruben, auf Brandstellen, in Heidegebieten sowie in lichtem Nadelwald. Erscheinungszeit ist von Juni bis November.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Struppige Huthaut & Zylindrische Sporen
Achten Sie auf die auffällig struppig-schuppig aufgerissene Hutoberfläche und den oft leicht erdigen oder spermatischen Geruch. Mikroskopisch unterscheidet er sich von vielen anderen Risspilzen durch seine charakteristisch langgestreckten, zylindrisch-ellipsoiden Sporen (oft über 12–15 µm lang) sowie dickwandige Metaloide (Zystiden) mit Kristallschopf.
📜 Steckbrief
Wiss. Begriff:
Inocybe lacera
Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
1.5 cm - 5.0 cm breit; haselnussbraun, ausblassend grau-braun, erdbraun bis dunkelbraun, selten mit leicht rötlichem Einschlag; jung glockig bis kegelig, später gewölbt bis flach aufschirmend mit deutlichem Buckel. Oberfläche stark faserig, struppig-schuppig, zum Rand hin oft fransig und radial eingerissen.
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Lamellen angewachsen bis ausgebuchtet angewachsen, jung blass cremegrau bis beige, später durch das Sporenpulver zimtbraun bis tabakbraun mit weißlich bewimperten Schneiden.
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 6.0 cm, max. Stielbreite 0.7 cm; blassbräunlich, zylindrisch, voll bis hohl, etwas biegsam; faserig-beflockt, an der Basis oft etwas dunkler braun. Keine Knolle an der Stielbasis.
Fleisch:
weißlich bis blass bräunlich, dünn, im Stiel faserig
Geruch:
spermatisch
Geschmack:
mit bis leicht scharf oder bitter
Sporen:
tabakbraun bis lehmbraun, lang-elliptisch bis zylindrisch, oft schlank, glatt ohne Höckern oder Stacheln.
Boden:
sandiger Boden, saurer Boden
Begleitpflanze:
Haarmoos, Gabenzahnmoos, Sand-Feldkraut
Vorkommen / Fundorte:
Laubwald Nadelwald Mischwald Parkanlagen unter Birken unter Kiefern Gebüsch auf Wegen Brandstellen Sandböden unter Lärchen unter Fichten unter Birken unter Eichen unter Buchen
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
  • Hut: Kegelig, glockig bis ausgebreitet mit breitem Buckel; oberflächlich stark faserig-struppig, aufgerissen bis schuppig; farblich nussbraun, graubraun bis dunkelbraun.
  • Lamellen: Ausgebuchtet angeheftet; jung blass beigegrau, später durch Sporenreife zimt- bis zimtbraun; Lamellenschneiden oft feingekerbt und blasser.
  • Stiel: Zylindrisch, zäh, voll; blassbraun bis rotbraun; feinfaserig überzogen, zur Basis hin oft dunkler nachdunkelnd (kein echter Ring!).
  • Fleisch, Geruch & Vorkommen: Fleisch blassbräunlich; Geruch schwach spermatisch bis erdungesund; Mykorrhizapilz auf sauren, sandigen Böden (oft an Wegrändern, in Heidelandschaften oder Nadelwäldern).
GIFTWARNUNG / VERGIFTUNGSGEFAHR

Der Struppige Risspilz ist giftig. Er enthält Nervengifte (wie Muscarin), die zu schweren Vergiftungserscheinungen (Muscarin-Syndrom mit Sehstörungen, Speichelfluss, Schweißausbrüchen und Herzbeschwerden) führen können. Keinesfalls verzehren!

🔍 Bestimmungs-Tipps

BESTIMMUNGSTIPP: Die Kombination aus stark faserig-aufgerissener Hutoberfläche, dem bevorzugten Standort auf sandigen Böden und mikroskopisch charakteristischen, länglich-zylindrischen Sporen unterscheidet ihn von ähnlichen Risspilz-Arten.

EXTERNER MEDIENINHALT
Hinweis: Dieses Video stammt von einem Drittanbieter auf YouTube und ist kein Angebot von Mushroom-Toxin.de.
Doppelgänger:

Pilz kommentieren

Sammler-Berichte

Noch keine Kommentare vorhanden.

🔍 NEUE SUCHE STARTEN