Der Schneeweiße Tintling ist ein spezialisierter Dungbewohner (koprophil), der vor allem auf altem, verwittertem Kuh- oder Pferdedung zu finden ist. Sein gesamter Fruchtkörper ist im jungen Zustand von einer dichten, schneeweißen und kleiig-mehligen Schicht überzogen, die bei Berührung leicht abwischt. Wie fast alle Tintlinge ist er extrem kurzlebig: Er streckt sich meist in der Nacht oder am frühen Morgen und beginnt bereits gegen Mittag, sich von den Rändern her schwarz zu verfärben und tintenartig aufzulösen (Autolyse).
💡 Bestimmungs-Tipp: Das Substrat ist entscheidend
Wenn Sie einen rein weißen, zerbrechlichen Tintling direkt auf Dung finden, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich um diese Art handelt. Er wächst fast nie direkt auf der Erde, es sei denn, dort ist vergrabener Mist vorhanden. Die weiße Hüllschicht ist so ausgeprägt, dass der Pilz fast "gepudert" wirkt.
🍳 Kulinarik-Hinweis: Bedeutungslos
Obwohl er nicht als giftig im klassischen Sinne gilt, besitzt der Schneeweiße Tintling aufgrund seiner Winzigkeit, seiner extremen Zerbrechlichkeit und seines speziellen Standorts (Dung) keinen Speisewert. Zudem besteht bei vielen Tintlingen die Gefahr von Unverträglichkeiten in Verbindung mit Alkohol (Coprin-Syndrom).
Sammler-Berichte
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