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Ziegelroter Rißpilz

(Inosperma erubescens)

📖 Lamellenpilze
💀
LEBENSGEFAHR! Dies ist ein tödlich giftiger Pilz. Bereits geringste Mengen können zum Tode führen. Keine Verzehrfreigabe!
📷 Pilzbilder

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Speisewert: tödlich giftigtödlich giftig
Wachstumszeit / Monate:
Ja
Fe
Mä
Ap
Ma
Ju
Ju
Au
Se
Ok
No
De
✨ Wissenswertes

Der Ziegelrote Risspilz ist ein lebensgefährlich giftiger Pilz, der vor allem in lichten Laubwäldern und Parkanlagen auf kalkhaltigen Böden vorkommt. Sein Erscheinungszeitraum beginnt bereits im Mai, was ihn zu einem tückischen Doppelgänger des essbaren Maipilzes macht. Ein charakteristisches Merkmal ist die rötliche Verfärbung: Der anfangs weißliche bis kegelige Hut bekommt im Alter oder bei Berührung ziegelrote Flecken. Der Geruch ist im jungen Zustand angenehm fruchtig, wird später aber oft unangenehm spermatisch oder stechend.

☠ Lebensgefahr: Muscarin-Syndrom
Der Ziegelrote Risspilz enthält Muscarin und kann schwere, akut einsetzende Vergiftungen verursachen. Typisch sind unter anderem starker Speichel- und Tränenfluss, Schweißausbrüche, Pupillenverengung, Sehstörungen, Magen-Darm-Beschwerden sowie Kreislauf- und Atemprobleme. Schwere Vergiftungen können lebensbedrohlich sein.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Frühes Erscheinen & Rötung
Achten Sie besonders auf das frühe Auftreten ab Mai und die auffälligen ziegelroten Verfärbungen an Hut und Stiel, insbesondere bei Druck oder im Alter.
📜 Steckbrief
Wiss. Begriff:
Inosperma erubescens
Weitere Bezeichnungen:
Mai-Risspilz, Mai Risspilz, Ziegelroter Risspilz, Inocybe erubescens
Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
2.0 cm - 9.0 cm breit; jung weißlich bis blass strohgelb/ocker, verfärbt sich bei Verletzungen schwach ziegelrot, später rotbräunlich; jung stumpfkegelig, dann glockig ausgebreitet und stumpf gebuckelt, Oberfläche fein radialfasrig, etwas glänzend, Rand rissig
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Lamellen ausgebuchtet angeheftet bis fast frei, gedrängt, untermischt, erst weißlich, später graubeige, zuletzt olivbraun, an Druckstellen langsam rötend, Schneiden weiß bewimpert
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 8.0 cm, max. Stielbreite 1.0 cm; fasrig, anfangs weißlich, bei Berührung und später rötend
Fleisch:
fest, fasrig, weiß, an Bruch- und Schnittstellen langsam rötend
Geruch:
fruchtartig (alt unangenehm)
Geschmack:
mild (nicht probieren!)
Sporen:
braun bis ockerbraun; Größe: 10,0–14,0 x 5,5–8,0 µm (Q-Wert: ca. 1,5–1,9), unregelmäßig mandelförmig (amigdaliform) bis subzylindrisch, oft mit stumpfer bis leicht spitz zulaufender Apikalregion; Ornament: glatt, dickwandig; Chemische Reaktionen: in Melzers Reagenz inamyloid, KOH-Reaktion inaktiv.
Boden:
Kalkboden
Begleitpflanze:
Efeu
Vorkommen / Fundorte:
Laubwald Parkanlagen Gärten auf Wegen unter Buchen unter Linden unter Eichen unter Hasel
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
  • ✔ Hut: Kegelig bis glockig, weißlich-creme, im Alter oder bei Berührung stark ziegelrot fleckend; Oberfläche radialfasrig-rissig.
  • ✔ Lamellen: Jung weißlich, dann oliv-braun; bei Druck ebenfalls rötend.
  • ✔ Fleisch: Weiß, im Schnitt langsam rötend.
  • ✔ Geruch: Im jungen Zustand leicht obstartig, später unangenehm spermatisch.
⚠ Tödlicher Giftpilz - Externes Video
Bestimmungs-Video: Ziegelroter Risspilz Portrait (YouTube)
Hinweis: Dieses Video wurde von einem Drittanbieter auf YouTube erstellt und ist kein direktes Angebot von Mushroom-Toxin.de.

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