Der Fischeier-Schleimpilz ist einer der auffälligsten Vertreter der Schleimpilze (Myxomyceten). Er besiedelt als Saprobiont morsches Nadelholz, seltener Laubholz, und überzieht dieses mit seinen charakteristischen Fruchtkörper-Ansammlungen (Pseudoaethalien). Diese bestehen aus zahlreichen, eng aneinandergepressten Röhrchen. Besonders faszinierend ist der Farbwechsel während der Reifung: In der Jugendphase leuchten sie intensiv rosa, lachsfarben oder fast korallenrot, bevor sie sich bei der Sporenreife über Dunkelrot bis hin zu einem unscheinbaren Umbrabraun verfärben.
💡 Bestimmungs-Tipp: Die Textur der "Eier"
Achten Sie auf die Oberfläche: Im Gegensatz zu ähnlichen Schleimpilzen wie der "Blutmilch-Ophäre" (Lycogala epidendrum), die einzelne Kügelchen bildet, stehen bei Tubifera ferruginosa die kleinen Zylinder so dicht, dass sie eine gemeinsame, oft gewölbte Masse bilden. Wenn man sie vorsichtig berührt, ist die Konsistenz im jungen Stadium weich und breiig.
ⓘ Biologie: Ein Einzeller auf Wanderschaft
Wie alle Schleimpilze existiert Tubifera ferruginosa einen Großteil seines Lebens als Plasmodium – eine riesige, vielkernige Zelle, die sich aktiv über das Substrat bewegen kann, um Bakterien und Pilzsporen aufzunehmen. Erst zur Vermehrung "erstarren" sie zu den sichtbaren Fruchtkörpern.
Sammler-Berichte
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