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ungenießbar
Wachstumszeit / Monate:
Ja
Fe
Mä
Ap
Ma
Ju
Ju
Au
Se
Ok
No
De
Wiss. Begriff:
Lactarius chrysorheus
Wissenswertes:
Der Goldflüssige Milchling ist ein spezialisierter Mykorrhizapartner der Eiche und kommt daher bevorzugt in wärmebegünstigten Laubwäldern vor. Sein Hut ist blass fleischfarben bis lachs-orange und oft hübsch konzentrisch gezont oder gefleckt. Das spektakulärste Merkmal ist seine Milch: Sie tritt rein weiß aus und verfärbt sich innerhalb weniger Sekunden intensiv goldgelb. Dieser Prozess lässt sich besonders gut beobachten, wenn man die Milch auf ein weißes Papiertaschentuch tropft.
⚠Einschätzung: Ungenießbar bis giftig
Obwohl er in manchen Regionen nach spezieller Behandlung (Wässern/Salzen) verzehrt wird, gilt er in Mitteleuropa als ungenießbar oder schwach giftig. Die Milch schmeckt anfangs mild, wird aber schnell brennend scharf und bitter. Der Verzehr führt häufig zu Magen-Darm-Beschwerden (Harztraubensyndrom).
💡 Bestimmungs-Tipp: Die Sekunden-Reaktion
Achten Sie auf das Tempo der Verfärbung: Während andere Milchlinge oft Minuten brauchen, um gelb zu werden, geschieht dies beim Goldflüssigen Milchling fast augenblicklich. In Verbindung mit dem Standort unter Eichen ist er damit sicher bestimmt.
Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
4.0 cm - 8.0 cm breit; variabel von hell orangegelb, schmutzig ocker bis hin zu orange-fleischfarben; anfangs flach gewölbt-ausgebreitet, dann niedergedrückt, Oberfläche glatt, bei feuchter Witterung schmierig, oft mit dunkleren Zonen oder mit unregelmäßigen, wässrigen Flecken, besonders zum Rand hin, Rand anfangs eingebogen, alt unregelmäßig verbogen
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Lamellen am Stiel angewachsen oder etwas herablaufend, gedrängt, untermischt, jung creme-weißlich
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 7.0 cm, max. Stielbreite 1.5 cm; zylindrisch, voll, später hohl, weißlich bis blass fleischfarben
Fleisch:
zerbrechlich, weißlich, Milch an verletzten Stellen reichlich vorhanden, zuerst weiß, nach wenigen Sekunden schwefelgelb, Geschmack der Milch ist erst mild, danach bitter und zuletzt brennend scharf
Begleitpflanze:
keine Angabe
Vorkommen / Fundorte:
Laubwald Mischwald unter Kastanien unter Eichen
Sammler-Berichte
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